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Recap KW 35: Eko steigt ein, Schwesta Ewa stieg aus und Kollegah schweigt02.09.2012
Um die Rekapitulation eines Zeitabschnittes in prätentiöser Vieldeutigkeit einzuleiten, eignet sich nichts besser als das seichte, im Interview mit uns gepriesene Credo des zum Hip Hop zurückgekehrten Musikers Max Herre: ?Dinge kommen, Dinge gehen?. Dieser Gedanke ist also auch in unserem Fall prädestiniert für die Zusammenfassung der Geschehnisse aus der vergangenen Deutschrapwoche: Eko Fresh steigt ins Kopfhörer-Geschäft ein, Die Orsons machen Werbung für Adidas und der einsame Krieger Azad steht weiterhin mit Rapdeutschland auf Kriegsfu�. Die auflagenstärkste Tageszeitung Deutschlands hat inzwischen Wind von der Sensation der Rapperin mit Rotlichtvergangenheit bekommen, widmete Schwesta Ewa einen Artikel mit dem Titel "Früher Hure, heute Rap-Star" und besuchte die Frankfurterin ?bei einer Ex-Kollegin im Puff-Zimmer?. Auch über eine andere bekannte Persönlichkeit aus dem Rap hatte die Bild diese Woche eine Schlagzeile in petto. Diesmal handelte es sich um besagten Max Herre, der im Zuge seines Albumreleases wieder verstärkt vor die Kameras tritt und demnach die heute Abend auszustrahlende Runde bei Roche & Böhmermann komplettierte. Darf man der Meldung Glauben schenken, so soll ihn die für ihr loses Mundwerk bekannte Autorin durch ihre Kritik am Album aus ihrer Sendung ?gepöbelt haben?, ihn aber anschlie�end wieder zur Rückkehr ins Studio bewegen können. Das Verhältnis zwischen Ruhrpott Illegal und dem aus dem Label ausgesto�enen Fard liegt ebenfalls im Argen, wird allerdings weniger öffentlichkeitswirksam nach Au�en getragen als Azads zur Zeit ins Leere laufenden Angriffe auf Selfmade-Aushängeschild Kollegah. Nun gab es einen vermeintlich letzten Post des Rappioniers, der bei dem ein oder anderen Leser erneutes Stirnrunzeln hervorrufen könnte und sich in die Reihe der vorherigen verwunderten Reaktion einfügt:
Eine Reaktion des betroffenen Kollegahs bleibt jedoch weiterhin aus. Entgegen der Parole ?Einer gegen alle? stellt dieser sich mit seinen Kollegen gut:
Auch sido und Mattias Schweighöfer besiegeln ihre Twitter-Freundschaft unter Schauspielgenossen mit einem digitalen Lichtbild:
Sein Intimus B-Tight veröffentlichte diese Woche indessen mit ?Drinne? seinen Bundesvision Songcontest Beitrag für die Hauptstadt und beendet damit das von ihm angezettelte Rätselraten um die musikalische Ausrichtung seiner neuen LP: Bereits letzte Woche lüfteten seine BuViSoCo-Konkurenten die Orsons, womit sie das Saarland vertreten werden und legten nach der Singleauskopplung ?Horst und Monika? vor wenigen Tagen einen kostenlosen Download des Tracks ?Sexuell belästigt" nach. Ihre derzeitige Medienpräsenz scheint sich offenbar auch an anderer Stelle bezahlt zu machen:
Der ebenso in der Gegenwart medienpräsente Frauenarzt kramte hingegen in seiner Vergangenheit und brachte folgendes prä-discopogo Relikt aus dem Jahr 2005 zum Vorschein, das ihn während der ?Berlin bleibt hart Tour? zusammen mit alten Wegbegleitern wie Bass Sultan Hengzt zeigt:
Gesellschaftskritischer geht es da bei den neuen Lebenszeichen von Amewu und Edgar Wasser zu, wenn doch in verschiedenen Abstufungen was die Ernsthaftigkeit angeht: Amewu präsentiert sein neues Video zu ?Fortschritt? aus seinem aktuellen Album ?Leidkultur?? ? und Edgar Wasser liefert uns in seinem ?Youtube-Exclusive? eine unterhaltsame Kurzanleitung zum Alltagsgebrauch neuer Medien: Mit dem Release seiner LP gab es in der Kalenderwoche 35 im Gegensatz dazu nun zum ersten Mal seit geraumer Zeit kein Videorelease Eko Freshs, welcher sich jedoch weiterhin nicht auf die faule Haut legt. Vielmehr wendet er sich nach dem Vorbild Dr. Dres und 50 Cents neuen Geschäftsfeldern zu und bringt ebenfalls seine eigenen Kopfhörer auf den Markt. Diese in glanzvollem Gold erstrahlenden Ohrmuscheln zierten auch seinen zarten Nacken, als er diese Woche bei RTL 2 vorbeischaute und als Special Guest beim unter Rapfans eher als Vergewaltigung des eigenen Genres angesehenen ?Wochen-Rap-Blick? mitwirkte. Ab 9:48 geht?s im Video los. Nach "FAVDNS", "Casimoto" und Nazar als Panda, gibt es auch diese Woche wieder einen Neuzugang in der Galerie der Twitter-Maskenparade, die mittlerweile einen festen Platz zum Abschluss in unserer allwöchentlichen Rückschau eingenommen hat: (Cas Butters!?)
Autor: femme_foetale Artists: Frauenarzt, Azad, sido, Kollegah, Fard, 50 Cent, Dr. Dre, Eko Fresh, Bass Sultan Hengzt, B-Tight, Max Herre, Casper, Die Orsons, Amewu, Nazar, Edgar Wasser, Schwesta Ewa, Lance Butters Labels: Ruhrpott Illegal Recap KW 20: NBA-Clips, Rap-AGBs und Antifa-Attacken
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9 Kommentare
von F_ck, am 02.09.2012
Warum sollte Kollegah auch nicht schweigen?? Seid mal ehrlich, gibt ja nichts ernsthaftes , auf was er reagieren muss. Azad sollte diese Kinderkacke lassen und wenn er will den Disstrack rausbringen. Dann bin ich mal gespannt, was Kolle macht
von Huffus, am 02.09.2012
Ach wenn es das Wort "wie" nicht gäbe. Würde nur ein weiterer Sido/Bushido-verschnitt rumlaufen. Zum Glück ist es nicht so. ich feier beide... aber was soll dieser facebook scheiß alta. dann sagt der noch ders real blabla blamiert sich bis auf die knochen gegen einen kollegah der mittlerweise mehr fans hat. wenn du real bist schlag ihm auf die fresse oder mach einen disstrack wenn du dich traust. hört auf dumme statusmeldungen rumzutippen... hat azad wohl eingesehen wie peinlich sein geblubber doch eigentlich ist. was ihn da gertitten hat ist mir ein rätsel.
von wrizzla, am 19.11.2012
was kollegah da anstellt ist für mich höchste lyrische sprachkunst und keiner kann mir erzählen, dass das ein azad nicht checkt..er will sichs nur nicht eingestehen! azad gehört mit zu den anfängen von deutschem hihop.. leider hör ich immer mehr auf ihn zu feiern :( Kommentar schreiben
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