Gekaufte Klicks, Streams, Likes, etc. sind heutzutage ein großes Problem. Sich in die Charts zu kaufen, ist einfach. Auch unsere Kolleg*innen vom YKollektiv haben bereits 2019 darüber berichtet, wie einfach es ist, sich eine “Goldene Schalplatte zu erkaufen.” Oftmals sollen die Artists nichts davon wissen. Alles sei inszeniert durch das Management. Klar, dass das bei den meisten auf Unverständnis stößt. Denn heutzutage ist es schwer zu unterscheiden, ob der Hype für einen Rapper oder eine Rapperin echt oder erkauft ist. Dass das viele Personen ärgert, dürfte außer Frage stehen. Auch Haftbefehl hat heute in seiner Instagram-Story darüber gesprochen, dass er nicht nachvollziehen kann, warum sich Personen Klicks kaufen.

Viele Rap-Kolleg*innen, die vor einem Jahr polarisierten und zahlreiche Aufrufe auf ihre Tracks oder Instagram-Beiträge hatten, seien heute in der Szene nicht mehr präsent. Wo sind denn diese ganzen Rapper auf einmal hin? Letztes Jahr gab es noch voll viele von denen. Die hatten alle so 50 Millionen Klicks in drei Monaten, 150 Millionen Klicks in einem Jahr. Mehr als Puff Daddy, French Montana […] zusammen. Wo sind denn diese ganzen Rapper hin? Versteh ich nicht”, so Haftbefehl.

Er selbst habe noch nie Klicks oder “Likes auf Instagram gekauft.” Bei ihm sei alles echt. “Und mittlerweile müsst ihr doch verstanden haben, was in Deutschland passiert oder? Das war auch der Grund, warum ich selber keine Musik machen wollte […] das hat mir ein bisschen die Lust genommen. Wisst ihr, wie das ist, wie ich mir das vorstelle? Das ist wie Formel Eins […] man will Formel Eins fahren – es ist eine Competition – und jemand sticht dir in die Reifen vorher. Ich sag mal so, an alle Künstler, die keine Klicks kaufen, die keine Likes gekauft haben, ihr seid die Besten. Weil das macht man nicht. Man nimmt anderen Menschen die Plattform, Algorithmus, alles. Sollte man nicht tun. Find ich nicht cool.” Oftmals sei die Relation zwischen der Follower-Zahl und den Likes, die die veröffentlichen Beiträge der Artists bekommen, nicht realistisch. Natürlich wolle er sich mit seinen Worten nicht auf alle Künstler*innen der Szene beziehen.

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