Im Dezember kündigt Sido auf seinem Instagram-Account in Kooperation mit dem Fleisch- und Feinkosthändler Kreutzers diverse Grillprodukte, darunter Ribs, Pulled Pork oder Briskets, unter dem Namen “Sido’s Beste” an. Die Tierschutzorganisation PETA reagiert kritisch. “Gerade als Familienvater sollten Sido zukünftige Generationen am Herzen liegen – mehr als ein Werbevertrag oder ein kurzer Gaumenkitzel voller Tierleid und Umweltzerstörung”, äußert sich etwa Lisa Kainz, PETAs Fachreferentin für Tiere und Nahrungsmittelindustrie. Die Organisation habe ihm laut einer Pressemitteilung zusätzlich einen Brief über sein Label Universal Music zukommen lassen, um sich direkt an den Rapper zu wenden.

Bereits in der Vergangenheit gab es Streitigkeiten zwischen Sido und der Tierschutzorganisation. Nachdem der Rapper im Sommer 2020 ein “Angelcamp” mit unter anderem YouTuber Knossi veranstaltete und dabei mit gefangenen Fischen an Land posiert haben soll, um sie anschließend wieder in den See zu werfen, erstattet PETA Anzeige gegen die beiden. Das sogenannte “Catch and Release”-Angeln ist in Deutschland strafbar, weshalb die Organisation rechtliche Schritte einleitete.

Jetzt wendet sich PETA als Reaktion auf die vermarkteten Grillprodukte erneut an Sido. Laut der Organisation wurde dem Artist sowie dem Werbepartner Kreutzers “unter Verweis auf das millionenfache Tierleid sowie die Klimakrise” vorgeschlagen, keine Lebewesen mehr in Fleisch umwandeln zu lassen. Er solle stattdessen auf zukunftsorientierte und pflanzenbasierte Produkte umsteigen.

Der dazugehörige Werbespot zeigt den Rapper am Grill, “Wir alle sind erwachsen geworden”, sagt seine Stimme aus dem Off. Zwei Mädchen stehen vor ihm, eine fragt: “Ist das Tofu”, die andere: “Ist das vegan?” Sidos Antwort verschwindet unter einem Piepen, das einzige Wort, das zu hören ist: “Fleisch”. Die Kinder laufen weinend weg, der Satz vom Anfang wird mit “aber immer noch die Gleichen”, beendet. Auch das Video wird von PETA kritisiert: “Deshalb schlagen wir ihm vor, pflanzliche Produktlinien zu kreieren, statt wie im dazugehörigen Werbespot die vegane Lebensweise und damit auch die Zukunft unserer Kinder zu verspotten”, so Kainz.

 

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