„Ich sitze hier, weil ich euch wichtige Sachen sagen muss, die gesagt werden müssen. Muss ich ganz kurz ansprechen. Deswegen hört ganz kurz zu und dann: Viel Spaß bei den Songs”, beginnt Katja Krasavice ihr YouTube-Video zum Snippet ihres kommenden Albums “Pussy Power”. Letzte Woche Sonntag veröffentlichte die Künstlerin die dazugehörige Tracklist: “Ich war unglaublich stolz, weil ich auch noch ein Feature angekündigt habe, das ihr noch nicht kanntet.” Kurze Zeit später folgen diverse negative und enttäuschte Nachrichten ihrer Fans.

Besagtes Feature sollte Haiyti sein, die aufgrund einer Äußerung zur inflationären Benutzung des Wortes “schwul” im Podcast “Talk-O-Mat” am vergangenen Wochenende stark in die Kritik geriet. “Ich sag ja auch im Text: ‚Ich find euer Geld schwul bis es meins ist.‘ Da mein ich auch nicht die Schwulen, da mein ich: ‘Ich find’s scheiße’“, so Haiyti. Auf die Nachfrage ihres Gegenübers Tim Mälzer, wieso sie kein anderes Wort benutze, erwidert die Rapperin: “Ich find’s provokanter, weil sich alle drüber aufregen: ‚Scheiße die sagt schwul.'” Mit diesen Aussagen stieß sie vor allem bei der LGBTQIA+-Community, für welche sich auch Katja Krasavice immer wieder einsetzt, auf große Abneigung. Folglich waren Fans enttäuscht über das geplante Feature auf dem kommenden Album.

“Ich habe um 16 Uhr meine Tracklist gepostet und wurde in den Kommentaren darauf hingewiesen, dass ich jemanden auf’s Album geholt habe, die was Homophobes gesagt haben soll”, äußert sich Katja einige Stunden später auf ihrem Instagram Account. Sie kündigt bereits an: “Ich werde das sofort prüfen und wenn das der Wahrheit entspricht, fliegt diese Person natürlich von meinem Album!!! Sowas hat in meiner Welt nichts verloren.” Auch Haiyti äußert sich zu ihren Aussagen und schreibt in einer Instagram-Story “Ich bin nicht schwulen- oder queerfeindlich aber ich habe mich in der Vergangenheit blöd ausgedrückt und wollte damit niemanden verletzten und das tut mir sehr leid.” Sie wolle sich in Zukunft bedachter äußern, ergänzt die Rapperin.

Katja Krasavice zog dennoch Konsequenzen und habe sich, nachdem sie die Anschuldigungen prüfte, dazu entschieden, den Track namens “Tik Tak” featuring Haiyti vom Album zu streichen und nicht nur vom Streaming zu verbannen. “Wenn ich was mache, dann richtig”, so die Künstlerin. Da “Pussy Power” allerdings schon Anfang nächsten Monats erscheinen sollte, waren etwa CD’s inklusive des zu streichenden Songs bereits fertiggestellt worden. Diese müssen nun vernichtet und neu hergestellt werden. “Deswegen muss ich euch leider mitteilen, […] dass wir das Pussy Power Album, das am 04.02. erscheinen sollte, um eine Woche verschieben müssen. […] Es tut mir unglaublich leid”, so Katja. Fans zeigen sich in den Kommentaren verständnisvoll und dankbar für die konsequente und schnelle Reaktion.

Hier könnte ihr euch das komplette Video zum Snippet anschauen:

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