Die Musikindustrie habe sich in jüngster Vergangenheit stark verändert, so Generation Azzlack-Rapper Azzi Memo auf Instagram. “Heute geht’s nicht mehr darum, wie gut du rappen kannst oder wie talentiert du bist”, stellt er fest. Die Industrie sei aus seiner Sicht vor allem eins: Oberflächlicher als früher. “[…] es geht nur noch darum, wie du aussiehst, wer du bist und wie viel Eistee du verkaufst!” Als er angefangen habe zu rappen, sei das Business noch ein ganz anderes gewesen als heute, so Azzi Memo weiter. Die Einstiegshürden seien deutlich höher gewesen, als das aus seiner Sicht heute der Fall sei. “[Da] musste man sich beweisen! Heute bekommt jeder zweite Fisch einen Vorschuss, der eine Hörprobe auf TikTok released hat!” 

“Die Musikindustrie ist ehrenloser als jedes andere Business geworden”, stellt Azzi Memo weiter fest. So gebe es aus seiner Sicht “nur noch wenige Künstler, die ganze Alben machen oder überhaupt einen Song schreiben können. Mal sehen, wie lange ihr in diesem Haifischbecken überlebt.” Von besagten Rappern scheint Azzi Memo sich abgrenzen zu wollen. “AdoubleZi zeigt euch, was wahrer Rap ist”, fügt er hinzu und teilt eine Hörprobe einer seiner Tracks. “Ich glaub’ es wird wieder Zeit, ihr habt die Straße geweckt / denn schau’ ich mich um, seh’ ich im deutschen Rap nichts mehr als Dreck, rappt Azzi Memo dort. “Ich werde jeden einzelnen von euch H*rensohn Rappern rannehmen”, kündigt er in der Caption an. Rückblickend sei er “viel zu lange […] nett” gewesen” und habe “mit jedem gelacht”, erklärt Azzi Memo weiter. Das habe sich nun allerdings geändert. “[…] die Zeit ist vorbei, weil ich merke, wie diese Hurensöhne Höflichkeit mit Schwäche verwechseln! Ihr wolltet den Azzi, ihr bekommt ihn!”

Dass Social Media nicht unbedingt aussagekräftig für den tatsächlichen Erfolg einer*s Künstler*in sei, habe er auch von Haftbefehl gelernt. Anfang 2017 hatte dieser Azzi Memo bei Generation Azzlack, dem gemeinsamen Label mit Capo, unter Vertrag genommen. “Haftbefehl sagte mal: Mit Instagram-Likes bekommst du nicht mal ein Eis! Und genau so ist es!”, stimmt Azzi Memo seinem Label-Boss zu. Wir lassen Zahlen sprechen! 1/4 Milliarden Streams auf Spotify!” Er selbst sei auf Social Media aus einem ganz bestimmten Grund nicht sonderlich aktiv: Weil ich ein Rapper und kein Influencer bin. […] ich bin Rapper und lasse Musik sprechen, ganz einfach. Und mein Privatleben halt’ ich privat. […] Ich gebe einen Fick auf diese ganze Sozialen Medien, wenn ihr mich hören und sehen möchtet, könnt ihr es gerne auf den Streaming-Plattformen tun.”

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