Gerade Newcomerinnen haben es in der Deutschrapszene besonders schwer. Das stellt Schwesta Ewa in ihrer Instagram-Story fest. Bei der Tatsache, dass gerade weibliche Artists lange unter dem Radar bleiben würde, handele es sich um “ein Thema, dass [Schwesta Ewa] […] beschäftigt.” Aus diesem Grund arbeite sie gerade an einem ganz bestimmten Projekt, “und zwar ‘Girls Support Girls’“. 

“In der Deutschrapszene, also bei den Rapperinnen in Deutschland, wird das eher low gehalten”, bezieht sich Schwesta Ewa auf die aus ihrer Sicht ausbleibende gegenseitige Unterstützung innerhalb der Szene. Dass man sich generell nicht ausreichend stark unterstütze, versucht sie sich wie folgt zu erklären: “[…] Mädels haben das so in sich, dieses neidisch sein, Konkurrenzkampf.” Auch in ihrer Zeit im Rotlichtmilieu sei ihr das aufgefallen, so Schwesta Ewa weiter. Für sie sei dieser Umgang miteinander absolut unverständlich, weil “Konkurrenz das Geschäft belebt”.

“Bekannte, große Rapperinnen pushen eher sich selber oder andere bekannte Leute, die schon Reichweite haben”, führt Schwesta Ewa ihre Gedanken weiter aus. Newcomer hätten es, was den Support von oben anbelangt, eher schwer; “so mit Newcomern […] ist man eher auf Sparmodus.” Auch dafür findet Schwesta Ewa schnell eine Erklärung: Man habe Angst, jemanden zu supporten, der dann auf Erfolgs- bzw. Karriereebene an einem selbst vorbeiziehen könne. “Find ich schade, aber ich bin ja anders”, fährt sie fort und kündigt ein kommendes Projekt an. Schwesta Ewa plant “einen Track, wo [sie] acht oder neun oder zehn oder elf oder zwölf von den heftigsten Newcomern, […] mit Abstand die besten Newcomerinnen in Deutschland” dazu holen möchte. Innerhalb der Szene gebe es “so talentierte Mädels, die so gut rappen können und die sich einfach im Kreis drehen […] oder unten gehalten werden einfach, weil man keinen Rücken hat.” Für Schwesta Ewa ist ihre eigene Rolle in diesem Zusammenhang klar. “Ich bin dazu da, um denen unter die Arme zu greifen, mit diesem Track will ich, dass die Mädels gehört werden, denn es sei ihnen viel mehr gegönnt, als wo die gerade stehen. Wir haben nicht nur zehn Mädels, die rappen in Deutschland, sondern mittlerweile hunderte, man kennt sie nur kaum. Sehr schade, aber egal, der Track wird’s ändern.” Daraus, wer genau auf ihrem kommenden Projekt vertreten sein wird, macht Schwesta Ewa zum aktuellen Zeitpunkt noch ein Geheimnis.

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