Bushido ist laut eigener Aussage “nicht so der Social Media überprüfende Mensch”. In einem neuen Video auf YouTube macht er “mal eine Ausnahme”: Unter dem Titel “Bushido reacts | Abtauchen in die Kommentare” schaut er sich an, was online über ihn geschrieben wird. “Am Ende hatte Kay One doch recht gehabt”, schreibt dort zum Beispiel eine User*in – ein Kommentar, dessen Inhalt Bushido zunächst als “sehr interessante Aussage” bewertet. “[Das ist] auch etwas […], zu dem ich noch nie Stellung bezogen habe”, erklärt er.

“Jeder erinnert sich daran, die Zeit um 2012 rum, als Kay seinen großen Bruch mit mir und meinen Leuten hatte”, setzt Bushido an. Doch erst einmal zurück an den Anfang der kurzen Zeitreise: Begonnen hatte die Beziehung zwischen Bushido und Kay One zumindest öffentlich im Jahr 2007. Nach seiner Trennung von German Dream, dem Label von Eko Fresh, im Dezember 2006 hatte Kay One einen Vertrag bei Bushidos Label EGJ unterschrieben. Knapp sechs Jahre schien alles gut zu gehen, bis zum Frühling 2012. Im April gab Kay One seine Trennung von Bushido bekannt. Mehrere seiner Videos waren im Vorfeld auf dem Bushido-Kanal gesperrt worden, Bushido soll außerdem ein paar Tage zuvor ein Patent auf den Namen Kay One angemeldet haben. Das Verhältnis der beiden schien damit zerstört. Es folgten Aussagen von Kay One bei der Polizei wegen Bushidos Verbindungen zur Abou-Chaker-Familie, Stern TV-Auftritte, Drohungen – und vor allem wechselseitige Disstracks. Unvergessen: Leben und Tod des Kenneth Glöckler. Auf einer Länge von knapp elf Minuten ließ Bushido die gesamte Karriere von Kay One Revue passieren. Dass die beiden sich jemals wieder vertragen könnten, schien zu diesem Zeitpunkt wohl ausgeschlossen.

“Er hat in großen Teilen auch recht gehabt mit dem, was er gesagt hat, was er behauptet hat, definitiv”, gesteht Bushido im Hinblick auf Kay One ein. Für ihn persönlich habe es jedoch “grundlegend eine riesengroßes Problem” gegeben: Er hat sozusagen all das Negative, was er wohl in der Zeit mit uns erfahren hat, auf mich komplett projiziert und das ist eine Sache, die sehe ich nämlich komplett anders.” Von seiner Seite sei “alles cool”, so Bushido weiter. “[…] an dieser Stelle auch liebe Grüße an Kay, ich hoffe ihm geht’s gut und seiner Familie und er ist gesund.”

Es ist nicht das erste Mal, dass Bushido sich nach dem großen Bruch an Kay One wendet. Bereits im Mai vergangenen Jahres hatte Bushido via Twitch einige versöhnliche Worte an Kay One gerichtet. “[…] Kay ist so ein Thema, auf das mich viele Leute ansprechen”, erklärte Bushido zum damaligen Zeitpunkt und fuhr fort: “Ich wünsche auch Kay an dieser Stelle alles, alles Gute und auch für seine Familie alles, alles Gute. Natürlich hat man in der Vergangenheit Differenzen gehabt”, gibt er weiter zu. “[…] aber diese Sachen sind auch eine Sache zwischen ihm und mir. Jetzt, heute, so wie ich hier sitze, kann ich, möchte ich auch nichts Schlechtes über ihn sagen, grüße ihn an dieser Stelle auch […]. Pass auf dich auf und bleib gesund und zieh durch und du lebst dein Leben und du machst dein Ding, du hast schon zu einem früheren Zeitpunkt dein Leben in die Hand genommen […] und ist gut, das gönne ich dir. […] Alles cool, Alter.” Es gebe generell wenige Leute, gegen die er ernsthaften “Groll” hege, so Bushido in besagtem Livestream im Mai letzten Jahres. “Jeder, der sich sozusagen bei mir meldet, hat eigentlich auch eine offene Tür, davon kann euch beispielsweise auch Massiv ein Lied singen”, erklärte Bushido in diesem Zusammenhang.

Generell sehe Bushido davon ab, seine eigene Social Media-Präsenz und die damit verbundenen Kommentare ständig zu überprüfen, sagt er weiter. “Ich habe irgendwann damit aufgehört.” Die Resonanz auf seine Aktivitäten auf Social Media sei laut eigener Aussage “viel zu groß” geworden; “die Kommentare wurden halt einfach sehr sehr viel.” Würden sich die Kommentare in einem überschaubaren Rahmen halten, hätte man die Möglichkeit, “noch relativ gut auf die Leute ein[zu]gehen”, so Bushido weiter. “[…] ich möchte auch gar nicht auf alles eingehen so. Ich mache die Dinge so, wie ich sie für richtig empfinde, ob es […] die Musik ist, ob es Interviews sind oder sonstige Sachen, Aussagen, die ich treffe, und dann lasse ich die so stehen, dann können die Leute sich ja darüber unterhalten, sie können’s feiern, sie können’s nicht feiern, aber ich bin da nicht hinterher, ich habe auch niemanden, der sich drum kümmert.” Auf besagten Kommentar über Kay One reagiert Bushido dennoch: “Würde ich nicht so unterschreiben”, tippt er ein. “Grüße gehen raus auch an Kay One.”

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