TRIGGERWARNUNG: Der folgende Text beschäftigt sich mit Vorwürfen sexualisierter Gewalt. Dieses Thema kann schwierige Gefühle und Erinnerungen, intensive Flashbacks und andere negative Reaktionen auslösen. Bitte sei achtsam, wenn das bei dir der Fall sein könnte.

Schuldig in allen Anklagepunkten: So lautete das Urteil, das vor knapp einer Woche von einem New Yorker Gericht gegen R. Kelly ausgesprochen wurde. Der 54-Jährige wurde wegen Kidnapping, Erpressung, sexueller Ausbeutung von Minderjährigen, Bestechung und Zwangsarbeit verurteilt. Für diese schweren Vergehen droht ihm nun eine lange Haftstrafe: Von einem Strafmaß zwischen zehn Jahren und lebenslänglich ist zunächst die Rede.

Das Videoportal YouTube hat am gestrigen Mittwoch zwei offizielle Kanäle von R. Kelly von der Plattform entfernt. Wie spiegel.de berichtet, soll es für R. Kelly auch in Zukunft nicht möglich sein, neue Kanäle auf der Plattform zu erstellen oder zu betreiben. Dies gehe aus einem Statement hervor, dass die Nachrichtenagentur Reuters bei YouTube angefordert habe. Obwohl YouTube mit RKellyTV und RKellyVevo zwei offizielle Kanäle entfernt habe, soll die Musik von R. Kelly aber weiterhin auf der Audiostreaming-Plattform YouTube Music verfügbar bleiben. Auch Videos, die von anderen User*innen hochgeladen wurden, sollen laut Statement online bleiben können. Gegenüber dem XXL Magazine habe eine der verantwortlichen Personen von YouTube sich wie folgt zu der Entscheidung geäußert: “We can confirm that we have terminated two channels linked to R. Kelly in accordance with our creator responsibility guidelines.” Sollte eine Person, die einen Kanal auf der Plattform betreibt, eines besonders schweren Verbrechens für schuldig befunden worden sein, könne dieser Kanal gesperrt werden, sofern der darauf veröffentlichte Content in Verbindung mit den zur Last gelegten Straftaten stehe – so fasst das XXL Magazine die hier wahrscheinlich greifende Richtlinie zusammen. “YouTube additionally notes that Kelly poses widespread harm to the platform’s community as well as damages the trust between creators and users of the site, heißt es weiter.

Bei anderen bekannten Streamingdiensten ist die Musik von R. Kelly weiterhin verfügbar. Die amerikanische Bewegung Mute R. Kelly, die sich gegen die weitere finanzielle Unterstützung des Sängers – beispielsweise durch Streaming oder Käufe – einsetzt, schreibt in diesem Zusammenhang auf Twitter:

Ob besagte Streaminganbieter auch in Zukunft planen, die Musik von R. Kelly weiterhin zur Verfügung zu stellen, ist nicht bekannt. Bislang bleiben in diesem Zusammenhang Statements aus.

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