Als ich 13 war, bot Mutti mir Gras an: So lautete eine Schlagzeile der BILD, deren Artikel am 27. August 2015 veröffentlicht wurde. Zum damaligen Zeitpunkt gaben Culcha Candela ein Interview gegenüber des Mediums, um über den Release ihres neuesten Projekts zu sprechen. “Die haben so ein zwei-Stunden-Interview mit uns geführt, über das neue Album, aber die haben die ganze Zeit nur darauf gewartet, wie die irgendwie einen Aufreger hinbekommen. Und haben sich dann dafür entschieden”:

Wirklich glücklich schien die Gruppe also nicht mit dem Resultat des Interviews. Im HOTBOX Format “Ein Jib mit” erklärte Mateo nun nochmal deutlich, wie seine Aussagen zu verstehen war. Da seiner Mutter bewusst gewesen sei, dass ihr Sohn in der Oberschule früher oder später mit Drogen in Kontakt gekommen wäre, sei sie gerne beim ersten Mal dabei gewesen, um die Kontrolle zu behalten und auf ihren Sohn aufzupassen. Auch die Überschreitung einer Grenze könne sich vermutlich mit der Aufsicht eines*r Erwachsenen vermeiden lassen.

“Meine Mum hat das genau richtig gemacht […] Wir haben ganz offen darüber gesprochen und sie meinte, wenn du willst, können wir zusammen das Probieren. Einen Kiffen.’ Und ich so – Mutti, vielen Dank, dass du mit mir redest, aber ich hab das schon längst probiert. Und sie meinte ‘okay. Ich wollte nur nicht, dass du irgendwie kotzend in der Ecke liegst’ und das fand ich voll nice. Meiner Meinung nach sollte man halt offen – ich weiß, dass viele Leute auch zum Beispiel wegen ihrer Sexualität oder sonst was mit ihren Eltern nicht sprechen können, dass ist total schlimm”.

Genau dies hätte er den Journalist*innen auch erzählt, diese wiederum hätten die Geschichte von Mateo jedoch falsch dargestellt. Das Angebot seiner Mutter sei, wie bereits angeführt, lediglich ein kontrollierter Aufklärungsversuch gewesen. Andere Absichten hätten hierbei keine Rolle gespielt. Culcha Candela seien der Ansicht, dass ein offenes Verhältnis zu Bezugspersonen wichtig wäre. Themen wie die Sexualität oder die Existenz von Drogen sollten nicht tabuisiert, sondern offen angesprochen werden.

 

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