„Turn Up, Drogen, Klamotten, Geld, Bitches“: Das sind nicht nur einige der sehr klassischen Themen im HipHop, sondern auch die Themen, über die t-low auf vielen seiner Tracks spricht – auch auf seinem neuen Album „Benzo Diaries“, das am vergangenen Freitag Release feierte. Im Interview mit Jana hat der junge Rapper über sein neuestes Projekt gesprochen. 

„Intuitiv und aus dem Bauch heraus“, so beschreibt t-low seine Herangehensweise an die Musik. 80% der Tracks auf seinem neuen Album seien als Freestyle entstanden – von den neun auf „Benzo Diaries“ erschienenen Tracks demnach also sieben. Wenn t-low darüber tweetet, „immer die gleiche Kacke [zu rappen] und […] damit Erfolg“ zu haben, dann meint er damit eben diese Themen, mit denen er sich auf den ersten Tracks von „Benzo Diaries“ auseinandersetzt. „Zwei Songs davon sind geschrieben“, sagt er – und spricht dabei vom „deepere[n], emotionalere[n] Shit“, der auf dem Album ebenso wie der klassische Turn Up zu finden ist.

„Das Album habe ich aufgenommen, nachdem ich zwei Monate in Berlin war und mein Leben genossen habe”, beschreibt t-low den Entstehungsprozess von “Benzo Diaries”.  Das Projekt sei in circa 15 Tagen in seinem Kinderzimmer im Haus seiner Mutter entstanden. t-low erklärt, warum sich die Stimmung auf den letzten Tracks so deutlich ändere: „Die letzten Songs hab ich dann tatsächlich auch noch gemacht, weil da im Privatleben Shit passiert ist.“ Trennung und Herzschmerz – das scheinen die Hauptmotive auf diesen Songs zu sein. 

„Benzo Diaries“ folgt einem deutlichen Spannungsbogen. „Von Song zu Song wird es langsam deeper.“ Der Turn Up gipfelt auf dem Track „Crashen“, der laut t-low „der größte Partyhit 2021“ ist. „Lass die Sonne rauskommen und hör ‚Crashen‘ auf Musikbox, du hast die beste Party der Welt.“ Danach dominieren auf „Benzo Diaries“ deutlich traurige und nachdenkliche Vibes. „Sad Tracks machen Klicks, sad Tracks sind gut für die Ladies“, antwortet t-low halb scherzhaft auf die Frage, ob sad Vibes in seinen Augen bessere Musik ausmachten. „Wenn es dir scheiße geht und du zu Hause alleine bist, dann machst du sicher keinen Song, der die Leute durch die Luft springen lässt.“ 

Auch Drogenkonsum spielt auf dem Album eine Rolle, nicht nur im Titel „Benzo Diaries“. Ein Freund von t-low habe einmal zu ihm gesagt: „So sad, wie es klingt, deine besten Songs hast du auf 13, 14 Pillen […] gemacht, komplett fucked up, wo das Leben nicht nice war.“ Konsum und Musik bzw. Konsum und Erfolg stünden in seinem Fall daher in einer Verbindung zueinander. Von diesem Ruf wolle er aber wegkommen.  „Daran arbeite ich aber tatsächlich“, so t-low. „Ich bin nicht nur Drogen nehmen, da ist tatsächlich noch ein bisschen mehr hinter.“

Wie der TikTok-Hype von „Ordentlich“ sein Karriere beeinflusst hat, warum sowohl seine Day Ones als auch die LiTKiDS ein so wichtiger Bestandteil seines Lebens sind und wieso ihn seine Bekanntheit in seiner kleinen Heimatstadt von Zeit zu Zeit überfordert, erfahrt ihr im Video. 

 

 

 

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