“I miss my brother man why couldn’t it have be me not him”: Am vergangenen Montag erklärte Chris Long via Twitter, dass es ihm noch immer schwer falle, mit dem Tod seines Freundes und Wegbegleiters Juice WRLD zurecht zu kommen. Als Fotograf an der Seite des Rappers hatte Long sich einen Namen in der Szene gemacht. “I can’t do this anymore. I give up”, schrieb er weiter und gab an, im Bezug auf Juice WRLDs Tod einige Details aufklären zu wollen.

Juice WRLD war am 08. Dezember 2019 im Alter von nur 21 Jahren verstorben. Als offizielle Todesursache wird im Obduktionsbericht eine Überdosis von Oxycodon und Kodein angegeben. Während einer Polizeidurchsuchung seines Privatjets am Flughafen Chicago-Midway durch Beamte des Chicago Police Department und des FBI erlitt Juice WRLD einen plötzlichen Krampfanfall und kollabierte. Die Beamt*innen, die bei ihrer Durchsuchung einem Hinweis des Piloten folgten, stellten neben einigen Kilogramm Marihuana auch Opioide, mehrere Handfeuerwaffen sowie Munition sicher. Juice WRLD wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er nur kurz darauf für tot erklärt wurde. Mitglieder seines Teams sollen damals angegeben haben, dass der Rapper mehrere Pillen zu sich genommen habe, um sie vor den Einsatzkräften zu verstecken.

Dieser Aussage widerspricht Fotograf Chris Long öffentlich auf Twitter. “J did not swallow a bunch of pills because the police where at the airport”, stellt er klar. Juice WRLD und sein Team hätten sich nicht für die Beamt*innen und die anstehende Durchsuchung interessiert, und selbst wenn, zur Beseitigung der fraglichen Substanzen hätte es andere Möglichkeiten gegeben. “He could have flushed them in the toilet, if he cared”, so Long. Es sei vielmehr Juice WRLDs Drogensucht geschuldet, dass der Rapper zu diesem Zeitpunkt eine erhebliche Dosis eigentlich verschreibungspflichtiger Medikamente zu sich genommen habe. “J was just hooked so bad”, erklärt Chris Long weiter. Niemand habe genau darüber Bescheid gewusst, welche Menge an Drogen Juice WRLD tagtäglich konsumiert habe. Sicher sei nur, dass sein Konsum absurde Dimensionen erreicht hatte. Juice WRLD habe dies allerdings vor seinen Mitmenschen versteckt. “Everyone around him tried really hard to get him to slow down”. Der Rapper habe einem Entzug zugestimmt, allerdings nicht, um clean zu werden, sondern um seine tägliche Dosis zu verringern. “He didn’t want to stop. […] We tried so hard to do positive things everyday like ride dirt bikes or paintball to keep busy and not do pills but every night once he hit the studio that was it. He loved it.” Aus Angst, dass Juice WRLD schlecht gepresste Pillen zu sich nehmen könne, habe Chris Long selbst die Tabletten mithilfe von Teststreifen untersucht. Long habe selbst nie in gleichem Ausmaß wie Juice WLRD konsumiert, der Tod seines Freundes versetze ihn aber nach wie vor in eine emotionale Ausnahmesituation. “I never did pills like that maybe occasionally take a half they always scared me. I’d sip sometimes for sure. Now I want to take percs and sip and get fucked up as possible to feel like those times when actually I did do it with him.

Chris Long gibt auf ergreifende Weise Details zum Tod seines Weggefährten bekannt. “I had to watch little bro die at my feet. I had to look in his eyes while he was dying and I could do anything about it”, schreibt er. Die Bilder des am Boden liegenden Juice WRLD haben sich in seine Erinnerung eingebrannt, so Long. “I want to stop it”, gesteht er. Der Verlust seines Freundes habe ihn nachhaltig zerstört.

 

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