Nach fast acht Monaten war es am Montag endlich so weit: Die Befragung von Bushido als Zeuge im Prozess gegen Arafat Abou-Chaker wurde beendet. Ich bin sehr gerührt“, so Bushido nachdem der Richter ihn entließ. Es war der 30. Verhandlungstag, an 25 davon musste Bushido aussagen. Er gilt als wichtigster Zeuge und Nebenkläger, angeklagt sind Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder. Ihnen wird unter anderem vorgeworfen, Bushido im Januar 2018 in einem Büro eingesperrt, bedroht und mit einer Flasche und einem Stuhl angegriffen zu haben.

Es bleibe die Frage, wie glaubwürdig Bushido als Zeuge ist, berichtete die FAZ. Bushido habe schließlich jahrelang das Image seines ehemaligen Managers Arafat Abou-Chaker genutzt um sich als Rapper durchzusetzen. Ich habe nie Menschen mit Arafat gedroht“, hieß es an einem der vergangenen Prozesstage. Frühere Aussagen, wie “An den Hund, der in den Interviews bellt, ab heute hast du Berlin-Verbot!” als Caption zu einem Foto mit Arafat Abou-Chaker auf Instagram, schiebe Bushido vor allem auf seine Kunstfigur. Vor Gericht versuche er natürlich immer die Wahrheit zu sagen.

Als nächster Zeuge in dem Prozess gegen Arafat Abou-Chaker wird Ashraf Rammo befragt. Bei ihm habe Bushido Schutz gesucht, nachdem er sich von Arafat trennte. “Wenn Ashraf nicht wäre, wäre uns schon längst etwas passiert”, sagte Bushidos Ehefrau Anna-Maria Ferchichi in einem Stern-Interview 2018. Ashraf Rammo wurde zuvor unter anderem als Manager von Massiv bekannt.

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