Nach fünf Jahren unzähliger Versuche, mich aus der Reserve zu locken, kann ich dir mit Freude verkünden: You got me baby“: Mit diesen Worten teilte PA Sports öffentlich mit, dass er auf die Äußerungen der letzten Tage aus der Richtung von Manuellsen reagieren werde. Den jüngsten Auseinandersetzungen zwischen den beiden Ruhrpott-Rappern war der Track “100 Bars Final Kill” von PA Sports vorausgegangen, auf dem er sich selbst als den König des Ruhrpotts betitelt. Diese Einschätzung teilte Manuellsen so nun eher weniger und teilte seinen Unmut darüber im Netz. König des Ruhrpotts könne nur derjenige sein, der auch dort wohne. Da PA mittlerweile in die Hauptstadt gezogen ist und sich nur noch für Freunde- und Familienbesuche zurück in den Westen begibt, galt diese  Botschaft wohl eindeutig ihm.

Nachdem die Life Is Pain-Künstlerin Rua das Verhalten von Manuellsen nun in einer Instagram-Fragerunde öffentlich als “kindisch” beschrieben hatte, spitzte sich die Lage zu: Manuellsen verlangte umgehend eine Entschuldigung und meldete sich nun auch direkt bei PA Sports, um an dieser Stelle für etwas Nachdruck zu sorgen. Das hat schlussendlich zu einer “XXL Abrechnung am Rande” geführt, wie PA sein gestern Abend veröffentlichtes Video selbst genannt hat.

Statement 1: 

„Ich sage nichts dazu, weil du in meinem Kopf unter die Kategorie ‘Psychotiker’ fällst“. 

Zu Beginn der “XXL Abrechnung am Rande” erklärt PA Sports zunächst, warum er sich in den letzten Jahren in der Öffentlichkeit nicht zum Thema Manuellsen geäußert hat. Dabei spricht er mehrfach von unterschiedlichen Bewusstseinsstufen und untermauert später die Aussage mit dem Satz: „Ich gebe den Leuten mein Leben wie ein offenes Buch. Du auch – doch bei dir sind es Psychosen, bei mir ist es Mindset“.

Dabei wirft er Manuellsen vor, Stress aus dem Nichts hervorzurufen, die daraus resultierenden Probleme selbst zu produzieren und im Anschluss nicht auf das Echo klarzukommen. Damit wolle er eigentlich nichts zu tun haben, nun kam es aber also doch zu einer Antwort.

 

Statement 2: 

„Es ist so stillos, es ist so perfide, es ist so ekelhaft wie dieser Schwanz hier versucht mich zu erpressen“

Aus Sicht von PA Sports hat Manuellsen offenbar versucht, ihn zu erpressen. Vorausgegangen war eine Äußerung der Life Is Pain-Künstlerin Rua, die das Verhalten von Manuellsen in einer Instagram-Fragerunde als kindisch beschrieben hatte. Dieser hatte PA Sports, wenn auch nicht namentlich, dafür kritisiert, dass dieser sich als König im Ruhrpott betitelt hatte.

Im Abrechnungs-Video sind Sprachnachrichten von Manuellsen zu hören, die zeigen, wie sehr er sich über das Verhalten der jungen Künstlerin aufgeregt hat. Seine Reaktion mündete nicht nur in Beleidigungen ihr gegenüber, sondern hatte auch eine weitere Drohung zur Folge: Wenn Rua nicht “ins Internet geht” und sich für ihr Verhalten entschuldigt, wolle er die Karriere von Jamule final zerstören. Diesen Erpressungsversuch wollte sich PA Sports allerdings nicht gefallen lassen.

 

Statement 3: 

„Lebt Manuel auch im Jahr 2020, dass er verlangt dass sich eine junge Frau bei ihm entschuldigen muss, weil sie sein Verhalten “kindisch” nennt“?

PA Sports kritisiert das Verhalten von Manuellsen gegenüber seiner Künstlerin Rua und beschreibt sein Mindset hier als antiquiert, also als aus der Zeit gefallen, gerade da Manu selbst Vater zweier Töchter sei. Rua selbst bedankt sich im Anschluss bei PA für seinen Einsatz:

PA Sports

 

Statement 4: 

„Man darf sich nicht König nennen?! Er nennt sein Label “König im Schatten”, der König der Doppelmoral.“

Damit fing alles an: Manuellsen meldete sich zu Wort, nachdem sich PA Sports selbst als König im Ruhrpott betitelt hatte. Die ewige King-Debatte ist im HipHop ja ein alter Hut und führt auch im Falle Manu vs. PA zu keinem validen Ergebnis. Im Gegenzug wirft PA Manuellsen vor, mit einer Doppelmoral zu handeln. Auch dieser Satz fällt öfter in seinem Videostatement.

 

Statement 5: 

„Du bist herzlich willkommen, ein Inferno mit allem, was du angeblich weißt, auf einen Rapsong zu packen und die Rap Competition zu suchen.“

Vorausgegangen war hier die Aussage von Manuellsen, dass es früher zu einem Inferno zwischen ihm und PA Sports gekommen wäre, wenn Fard die Situation nicht vermittelnd geklärt hätte. Dieses Inferno bietet PA ihm jetzt in musikalischer Form an. Dabei beteuert der Life Is Pain-Labelchef, dass er bei keinem Artist so viel Diss-Potential sehe und Geschichten in der Hinterhand habe wie für Manuellsen. Ob es tatsächlich dazu kommt, bleibt abzuwarten.

 

Statement 6: 

„Er weiß, dass er Mist gebaut hat und educated sich gerade zum Thema Rassismus. […] Jeder Mann hat sich schon mal von seinem falschen Stolz in die Irre führen lassen und daraufhin große Scheiße gebaut.“

Hier spricht PA über den Jamule-Skandal, der aufgrund von rassistischen Äußerungen stark in die Kritik und zudem ins Kreuzfeuer von Manuellsen geraten war. Dieser hatte Nachrichten und Video-Material geleakt, welches Jamule dabei zeigt, wie er mehrfach das N-Wort droppt und dunkelhäutige Partygäste beleidigt. PA kritisiert Jamule ebenfalls für sein Verhalten, will aber weiterhin nicht zulassen, dass Manuellsen ihn deswegen unter Druck setzt. Diesem wirft PA vor, auf das Talent und die Erfolge von Jamule neidisch zu sein und fügt an: “Der Junge hat mit seiner ersten EP mehr Streams gemacht als du mit deiner gesamten Karriere“.

 

Statement 7:

„Er hat aus Bushido den dritten Weltkrieg gemacht”

 

Manuellsen spricht in einer von PA veröffentlichen Sprachnachricht davon, dass er und seine Gang Bushido überlebt haben und deswegen ja wohl auch mit einer Rua fertig werden würden. Mit dem oben genannten Statement kommentiert PA diese Aussage und fügt später an: „Bushido war 2007 einmal in einem Café frech und du hast 8 Jahre lang bis 2015 gebraucht, um deine Eier zu finden und aktiv zu werden“

 

Statement 8:

„Wenn du kein Krawall machst, bist du tot, weil sich die Leute für nichts Anderes an deiner Person interessieren“

Hier wird Manuellsen vorgeworfen, dass er nur für Schlagzeilen sorgen könne, wenn er irgendwo Probleme macht und dabei selten mit seiner Musik überzeugen kann. Dessen letztes Album “MB Ice” ist in den deutschen Albumcharts auf Platz 52 gelandet. Zum Vergleich: PA Sports landete mit seinem letzten Solo-Release “Keine Tränen” auf Platz 9.

 

Statement 9: 

„Hab ich mich an diesem Punkt, als der Kodex nicht an meine Familie ranzugehen gebrochen wurde und ich mich zwischen Mord und Rechtsstaat entscheiden musste, wie ein Mann für den Rechtsstaat entschieden? Ja!“

Hier spricht PA nochmals darüber, dass er in den vergangen Jahren versucht hat, sich weitestgehend aus Straßenangelegenheiten rauszuhalten und dass er sich selbst in dem Moment, als das Auto seiner Mutter angezündet wurde, “wie ein Mann” für den legalen Weg entschieden habe. Manuellsen hingegen bezeichnet er als einen “Fan von Verbrechern”.

 

Statement 10:

„Ich bin im Einklang mit meinem Bewusstsein und nicht unterwandert von meinem Ego“

Hier wird nochmal deutlich, dass PA aktuell das Gefühl hat, sein Denken und Handeln im Griff und unter Kontrolle zu haben. In Richtung Manuellsen fügt er an: „Junge, du kannst mich mit nichts angreifen, weil ich mich gerade vor den ganzen Augen dieses Landes selbst reflektiere und mit jedem Bereich abrechne, Lan“.

 

Mittlerweile ist es zu einer weiteren Aussprache zwischen Manuellsen und PA gekommen, die Fans bereits im Instagram Live Stream von Manuellsen mitverfolgen konnten. Dabei wirkt Manuellsen deutlich gelassener, als man es nach den von PA geleakten Sprachnachrichten erwarten würde und rät PA lediglich diese Dinge nicht in die Öffentlichkeit zu tragen, da das bereits beim Beef mit KC Rebell für ihn nach hinten losgegangen sei. Auch seine Drohungen an die Künstlerin Rua relativiert er am Ende ein wenig und gibt noch mal zu Bedenken, dass sie noch sehr jung sei.

Hier seht ihr nochmal das komplette “XXL Abrechnungs”-Video:

 

 

 

 

 

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.