Nachdem ein Video von Jamule geleakt wurde, in dem er sich rassistisch äußert, erntet der Rapper heftige Kritik. Jetzt melden sich via Instagram KitschKrieg zu Wort. Auf dem gleichnamigen Debütalbum des Berliner Künstlerkollektivs ist “Unterwegs” erschienen: Der gemeinsame Song mit Jamule hat aktuell über 16 Millionen Klicks. KitschKrieg scheinen sich unter anderem deshalb dazu veranlasst zu fühlen, sich zu dem “verstörende[n] Video von Jamule [zu äußern], das rassistisch und komplett inakzeptabel ist”.

Die Künstler selbst seien überrascht von Jamules Aussagen und versuchen, den Opfern von Rassismus ihr Mitgefühl zu bekunden. “Menschen machen Fehler”, ordnen sie Jamules Äußerungen ein, ohne dieses Fehlverhalten damit relativieren zu wollen. Dennoch stünde das Team mit Jamule in Kontakt, denn “Dialog anstelle von einfach weg canceln” sei in solchen Konfliktsituation das für sie geltende Prinzip. Auch zum Entschuldigungsversuch des Rappers versuchen KitschKrieg, Stellung zu beziehen. “Er hat seinen Fehler eingestanden, sich entschuldigt und er erwartet nicht, dass das Problem damit aus der Welt ist.”  KitschKrieg selbst sehen sich nicht in der Position, Jamules Entschuldigung anzunehmen.

Schon in der Vergangenheit waren KitschKrieg mit dem Vorwurf konfrontiert, “zu Vorwürfen & Verfehlungen [ihrer] Weggefährten und Freunde keine Stellung bezogen [zu haben]”, was aus ihrer Sicht nicht der Realität entspräche. “Es muss nicht immer alles sofort im Internet passieren”: Statt sich online zu äußern, möchten KitschKrieg lieber weiterhin in Interviews ihre Meinung direkt und persönlich vertreten, sollten solche Konfliktthemen zur Sprache kommen.

“Wir verurteilen jegliche Art von Gewalt und Diskriminierung”, so KitschKrieg weiter in ihrem Statement. In der ewigen Debatte um die Trennung von Musik und KünstlerIn trifft das Künstlerkollektiv die klare Entscheidung, das künstlerische Produkt von der Person zu trennen, um “das ganze Spektrum dessen abzubilden was [sie] an Musik & Artists lieben.” Es sei das Ziel von KitschKrieg, sich selbst und dem eigenen “musikalischen Background” treu zu bleiben. Damit versuchen sie, auch die kritisierte Zusammenarbeit mit Bonez MC und Vybz Kartel zu rechtfertigen. “Wir haben uns entschieden das auszuhalten”, so KitschKrieg zur öffentlichen Kritik an ihrem Arbeitsprinzip. “Wir hoffen, dass wir alle aus diesem Mist etwas lernen können”, schließen sie ihr Statement ab.

 

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