Die Musikbranche hat sich verändert. Wo früher noch ziemlich klar war, wie viel KünstlerInnen pro verkauftem Datenträger oder Download verdienen, ist das Bezahlungssystem im Streamingzeitalter deutlich komplizierter geworden. iGroove hat sich diesem Problem jetzt angenommen und einen “riesigen Datenberg zusammengetragen und analysiert, um einen detaillierten Einblick geben zu können”: Mit welchem Berechnungsmodell arbeitet der Streamingdienst Spotify und wieviel verdienen die KünstlerInnen an ihren Streams?

Einen festen Betrag, den Spotify pro erzielten Stream auszahlt, gibt es nicht. Dieser wird von verschiedenen Faktoren bestimmt und hängt unter anderem davon ab, aus welchem Land und mit welcher Art von Abo (Gratis- oder Premiumaccount) der Titel gestreamt wird. Dabei ist die Preisspanne groß: Während Spotify in Norwegen für eine Million Streams 4657€ auszahlt, wird die gleiche Anzahl in Streams in Argentinien mit nur 722€ vergütet. Für diese deutlichen Preisschwankungen sind nicht nur die Streamingzahlen, sondern auch die jeweilige Marktsituation an sich verantwortlich. Unterschiedlich lukrative Werbeeinnahmen sind ein genauso wichtiger Faktor wie die Abopreise, die im jeweiligen Land gelten.

Und was verdient Spotify selbst am Streaming? “Von allen erzielten Einnahmen behält Spotify 30% für sich“, die restlichen 70% werden auf Songwriter, Komponisten und schließlich über Label oder Vertrieb an die Rechteinhaber.

Die detaillierten Ergebnisse und alle Zahlen zur Datenerhebung von iGroove findet ihr hier.

 

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