Heute veröffentlicht Nura ihr Debüt-Buch “Weißt du, was ich meine?“. In diesem spricht eine der erfolgreichsten, deutschen Rapperinnen über weite Teile ihrer Vergangenheit.

Nura flüchtete mit ihrer Familie in jungen Jahren aus Kuwait, Unterkunft fand die Künstlerin mit ihrer Familie in einem Heim für Geflüchtete. Neben ihren jungen Jahren spricht Nura Habib Omer ebenfalls über ihre Anfangszeiten in Berlin, ihrem Engagement für die LGBTQ-Gemeinde und ihrem ersten musikalischen Engagement bei The toten Crackhuren im Kofferraum.

Natürlich spricht Nura auch über die Anfänge von SXTN und ihrem Verhältnis zu Juju. Während zur Anfangszeit des Duos noch eine lebhafte Freundschaft beschrieben wird, scheinen die beiden sich (laut Nura) im Laufe der Zeit immer weiter entfremdet zu haben.

“Wenn wir uns bei Festivalauftritten sahen, distanzierten wir uns immer mehr voneinander, und sie tat, als sei nichts gewesen. Ich hatte den Eindruck, dass sie offensichtlich nicht daran interessiert war, die Lücke zu schließen, was mich sehr verletzte.”

        Nura über Juju (Nura Habib Omer, “Weißt du, was ich meine?”, Berlin: Ullstein-Verlag 2020, S. 168)

“Während der Festivalsaison im Sommer 2018 hatte ich das Gefühl, dass wir live nicht mehr so ablieferten wie die Jahre davor. Während ich vor Auftritten eher kiffte, trank Juju vor den Shows Alkohol und kam manchmal schon angetrunken auf die Bühne. Auf der zweiten Tour wurde Juju wegen ihrer heiseren Stimme oft von Playback unterstützt.”

        Nura über Juju (Nura Habib Omer, “Weißt du, was ich meine?”, Berlin: Ullstein-Verlag 2020, S. 165)

Während medial oftmals Juju über die Situation von SXTN gesprochen hat, sind nun erstmalig die Perspektiven Nuras öffentlich zugänglich. Im weiteren Verlauf wird deutlich, dass Nura laut eigener Aussage nicht einmal von der Trennung gewusst haben soll. Besonders das Wochenende an dem Juju das Ende von SXTN verkündete, war für Nura schwer. Kurz vorher erhielt sie die Nachricht, dass es um ihren langjähriger Freund SAM nicht gut stehen soll und sie die Chance zur Verabschiedung wahrnehmen soll.

Ebenfalls spannend ist die Wahrnehmung der Berlinerin in Bezug auf ihren musikalischen Antrieb. Nura spricht darüber, dass es sie stören würde, dass Rapper selten ihre Differenzen persönlich austragen sondern ihre Differenzen wie in der Schule austragen, würden und nach Hause zu gehen, um ihren großen Bruder zu holen. Ein Gegenbeispiel sei dabei Farid Bang, welcher früher ja bekanntlich regelmäßig gegen SXTN stichelte.

Als Fans von Farid Bang sich in der Kommentarsektion unter einem Gedenkpost für SAM tummelten, suchte Nura den persönlichen Kontakt zum Banger-CEO:

“Farid erklärte mir, dass es gar nicht seine Intention war, mir seine Fans auf den Hals zu hetzen, und entschuldigte sich für sein Verhalten – und seitdem behandeln wir uns mit sehr viel Respekt.”

        Nura über Farid Bang (Nura Habib Omer, “Weißt du, was ich meine?”, Berlin: Ullstein-Verlag 2020, S. 180-181)

Nuras Buch “Weißt du, was ich meine?” ist in Zusammenarbeit mit Jan Wehn entstanden.

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