Auf Twitter geht gerade ein Hashtag viral: Unter #BoycottLoredana rufen User zur Boykottierung der Rapperin auf. Was es damit auf sich hat:

Bereits 2019 wurden Vorwürfe bekannt, das Loredana und ihr Bruder dem Walliser Ehepaar Petra und Hans Z. insgesamt 900.000 Franken abgeknöpft haben sollen. Davon fallen auf Loredanas Bruder 200.000, auf sie selbst 700.000. Franken. Eine Anzeige gegen ihren Bruder wurde fallen gelassen: Die Zahlungen seien freiwillig erfolgt, Petra Z. habe alle Vorsichtsmaßnahmen missachtet. Gegen Loredana läuft das Verfahren weiterhin.

Ich wurde betrogen, erpresst, genötigt und bedroht“, gab Petra Z. 2019 beim Magazin 20 Minuten zu Protokoll. Loredanas Haus wurde 2019 durchsucht und die Rapperin zwischenzeitlich inhaftiert. Nach der Befragung wurde sie allerdings wieder frei gelassen. Von Seiten Loredana wurde dem Ehepaar daraufhin eine Summe von 350.000 Franken als Vergleichsangebot angeboten. Dieses Angebot lehnten Petra und Hans ab. Sie seien der Überzeugung, dass die Künstlerin ihnen mindestens das Doppelte schulde. Danach wurde es zunächst relativ ruhig um das Verfahren. Im Mai kamen dann aber neue Informationen ans Licht. In einem erneuten Interview mit 20 Minuten, gab Petra Z. bekannt, das im Juni diesen Jahres erneute Befragungen von Loredana stattfinden sollen. Schon damals versicherte Loredanas Anwalt aber, dass frühestens im Frühjahr 2021 mit einer Verhandlung zu rechnen sei. Er würde gleichzeitig alles in seiner Macht stehende tun, damit es gar nicht erst zu einer Verhandlung komme.

Vor kurzem gab Petra Z. dem Magazin 20 Minuten erneut ein Interview. Darin behauptet sie, dass mittlerweile an einem Punkt angelangt sei, an dem sie nicht einmal mehr die Beerdigung ihrer eignen Mutter, die im Juni verstarb bezahlen könne: “3500 Franken kann ich nicht bezahlen“. Die Schuld daran gibt sie Loredana: “Hätte sie mir nicht mein ganzes Geld abgenommen, ginge es uns finanziell gut” Das Interview dürfte auch der Grund dafür sein, wieso der Fall Loredana nun auch auf Twitter für Brisanz gesorgt hat. Allerdings gibt es auch User, die den Hashtag kritisieren:

Fest steht: Ein Urteil im Fall Loredana gibt es bis heute noch nicht. Bis zur einer Verurteilung gilt in einem Rechtsstaat die Unschuldsvermutung. Auch für Loredana.

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