In den letzten Wochen und Monaten ist Xavier Naidoo mehrfach durch seine mehr als fragwürdigen Videostatements stark in die Kritik geraten. Offensichtliche rassistische Äußerungen führten nicht zur zum Verlust seines Jobs in der DSDS-Jury, sondern auch ein Großteil der Musikszene wendete sich, verständlicherweise vom Mannheimer Sänger ab.

Dabei stand allerdings noch eine ganz entscheidende Frage im Raum: Was wird aus aus dem zweiten Kollabo-Album von Kool Savas und Xavier, dessen Produktion bereits mehrfach angekündigt wurde und für welches wohl auch schon einige Songs im Kasten waren. In einem Livestream mit Sido bestätigte Savas zwar bereits, dass dieses Projekt auf Eis gelegt wurde, auf ein richtiges Statement warteten seine Fans allerdings bislang vergebens. Nun hat er im IG Live-Gespräch mit Stoked einige ehrliche Worte zu dem Thema gefunden und damit sicherlich einige Fragen beantwortet.

Zunächst macht Savas klar, dass diese Angelegenheit für ihn ein sehr schwieriges Thema ist. Bei so viel Vergangenheit und persönlicher Beziehung ist das gemeinsame Album definitiv das Letzte woran er gerade denkt:

“Ich will, dass die Leute erstmal verstehen, was das emotional für mich bedeutet.”

Erfahren habe er von den kursierenden Videos durch seinen Vater. Während einer Studio-Session in Bamberg habe er ihn angerufen und auf die rassistischen Inhalte des Videos hingewiesen. Im Interview erzählt Savas, dass seine Familie sich durch die Aussagen von Xavier persönlich angegriffen gefühlt habe und sein Vater ihn umgehend gebeten habe, sich von dessen Aussagen zu distanzieren. Hierbei kommt Savas auf die Tragweite solcher Aussagen für geflüchtete Familien wie seine eigene zu sprechen.

“Diese Aussagen sind halt das, was man von den Rechten erwartet.”

Sein eigener Vater habe 5 Jahre im Gefängnis gesessen, da er aufgrund seines linkspolitischen Aktivismus im Kampf gegen den Faschismus verhaftet wurde. In einer über 20 jährigen Karriere habe sein Vater ihm nie in seine Musik reingeredet oder ihn für seine Arbeit kritisiert. In diesem Fall habe er ihn zum ersten Mal zum Handeln aufgefordert. Es sei ihm nicht leicht gefallen seinem Vater zu erklären, dass er die Situation erstmal für sich begreifen und einschätzen müsste.

Bevor Savas an die Öffentlichkeit treten wollte, habe er zunächst das persönliche Gespräch mit Xavier gesucht. Auf sämtliche Kontaktversuche habe dieser bis dato allerdings nicht reagiert.

“Ich werde definitiv das Gespräch annehmen, wenn er eines Tages mit mir sprechen will, damit er versteht was seine Worte für eine Wirkung haben….. Man muss doch darüber nachdenken, was man sagt.”

Bevor das Gespräch zu einem Ende kommt, macht Savas noch mal klar, dass sich manche Worte nicht mit einer Entschuldigung wieder gut zu machen sein, da sie trotzdem tiefe Narben hinterlassen. In einem Twitter-Post machte er zudem klar, dass er zu der ganzen Thematik nicht mehr sagen könne, als er es in diesem Gespräch tut. So persönlich und ehrlich erlebt man Künstler allerdings wirklich selten und die 15 Minuten lohnen sich wirklich:

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Eine Antwort
  1. Peter Lustig

    Irgend jemand sollte Xavier echt mal sagen “Komm mal runter! Mach mal Pause. Du hängst zu viel mit komischen Leuten rum, die dein Gehirn mit komischen Sachen vergiften. Hör auf Substanzen zu konsumieren, die nicht gut für dich sind. Sonst bekommst du irgendwann einen Nervenzusammenbruch und wirst ein Pflegefall”

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