Die ewige Fehde zwischen Fler und Bushido geht offenbar in die nächste Runde: Die Berliner Staatsanwaltschaft will Fler vor Gericht stellen, weil dieser unter anderem Bushido und dessen Frau, Anna-Maria Ferchichi öffentlich beleidigt haben soll. Sollte das Amtsgericht Tiergarten diese Anklage zulassen, wird es voraussichtlich zum Showdown im Gerichtssaal kommen, zu dem auch Clan-Chef Arafat Abou-Chaker als Zeuge geladen werden soll.

Der Staat gegen Patrick Losensky

Im Detail werden Patrick Losensky, so Flers bürgerlicher Name, Beleidigung, Verletzung der “Vertraulichkeit des Wortes” und verbotene Mitteilungen über Gerichtsverhandlungen vorgeworfen, für die er sich nun verantworten soll. Neben Fler, Bushido, Anna-Maria und Arafat Abou-Chaker soll in einer öffentlichen Verhandlung auch ein Ermittler des Landeskriminalamtes für organisierte Kriminalität als Zeuge vernommen werden.

Das Gespräch zwischen Arafat Abou-Chaker und Bushido 

Ausgangspunkt für die Anklage waren verschiedene Postings, die Fler via Social Media in den letzten Wochen und Monaten abgesetzt hat. Im Punkt “Vertraulichkeit des Wortes” dreht es sich nach Aussage des Tagesspiegels offenbar um ein Gespräch zwischen Bushido und seinem damaligen Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker aus dem Jahr 2018, bei dem es um einen Geld-Streit ging. Dazu soll Fler am 19. September einen Link via Instagram gepostet haben. Laut Strafgesetzbuch könnte in so einem Fall eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren verhängt werden.

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Fler veröffentlicht Chat-Verlauf mit seinem Anwalt

Im Punkt der “Verbotenen Mitteilung über Gerichtsverhandlung” bezieht sich die Staatsanwaltschaft offenbar auf einen von Fler veröffentlichten Chatverlauf zwischen seinem Anwalt und ihm, welchem vertrauliche Informationen zu entnehmen waren. Auch diese Tat könnte tatsächlich zu einer Haftstrafe führen, welche per Strafgesetz bis zu einem Jahr lang andauern kann.

Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hatte Fler das Verhältnis zu Bushido zum Ende des letzten Jahres als einen “reellen Krieg” bezeichnet, der weit über die Grenzen des guten Entertainments hinaus geht. Nachdem er mit seinem Disstrack “Noname” auch auf musikalischer Ebene gegen Bushido ausgeteilt hatte, wurden zwischenzeitlich Gerüchte um eine mögliche Antwort aus der Bushido-Richtung groß, welche sich bis dato allerdings nicht bewahrheiteten. Fest steht definitiv, dass die Spannung zwischen den beiden Berliner Legenden lange nicht größer waren als es aktuell der Fall ist und eine öffentliche Anhörung in Berlin unter Anwesenheit aller Beteiligten vermutlich zu einem Massenandrang führen wird, bei dem sich die zuständigen Ordnungskräfte schon mal einen sattelfesten De-Eskalationsplan ausdenken sollten.

Ob es denn jetzt wirklich zu dieser Verhandlung kommen wird, steht aktuell noch nicht fest, dafür fehlt noch die Bestätigung des zuständigen Amtsgerichts Tiergarten.

(Quelle: Tagesspiegel)

 

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