Mir kann keiner erzählen, dass Titel 1,6 Millionen Mal am Tag von Leuten gestreamt werden.” – Pop-Titan Dieter Bohlen hält die offiziellen deutschen Charts für manipuliert. Diese Aussage traf er in einem Interview mit der Bild. Dazu merkt er an:

“Das ist ja heute keine Musik mehr in den Charts, das ist alles kalkuliert. Es ist schwer in einem Markt, wo 90 Prozent der Nummern in den Charts nur noch Autotune sind, wo kaum noch natürliche Stimmen zu hören sind. In einem Markt, wo Mariah Carey in Hamburg nur noch vor knapp 4000 Zuschauern singt und die Tournee von Céline Dion auch nicht mehr gut läuft.“

Die Zeit der großen Stimmen sei also vorbei und der deutsche Musikmarkt würde nur noch von Autotune beherrscht werden. Eine Beschwerde, die man ironischerweise eher aus dem Mund von Realkeepern und HipHop-Heads der alten Schule gewohnt ist, als von einem, durchaus für seine kommerzielle Herangehensweise bekannten Musikproduzenten wie Dieter Bohlen. Zumal er zuletzt an diesem Treiben ja nicht vollkommen unbeteiligt war: Nachdem Capital Bra im letzen Jahr den Modern Talking-Hit “Cherry Lady” gecovert hat, kündigte das ungleiche Duo kürzlich, im Rahmen eines gemeinsamen Dinners bei einem Hamburger Italiener, eine weitere Zusammenarbeit an. Wenn also jemand weiß, wie man mit Autotune-Hooks die Charts reguliert, dann wohl Capital Bra.

Zuvor traf der 63 jährige die Aussage: “Heute hört man in jeder Shisha-Bar Sätze wie ‚Du brauchst dir das nicht anzuhören, lass das einfach auf Dauerschleife laufen.” Über die Anzahl der Shisha-Bar Besuche eines Dieter Bohlens lässt sich natürlich nur spekulieren. Besonders viele werden es vermutlich nicht gewesen sein und nach einer validen Erhebung in unserer Redaktion, konnte niemand bestätigen diesen Satz bei einem vergangenen Shisha-Besuch jemals gehört zu haben.

 

 

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