Rick Ross und seinem Produktionsteam The Runners ist reichlich spät aufgefallen, dass das Electro-Duo LMFAO mit ihrem Hit “Party Rock Anthem” von 2011 eine von Rick Ross geprägte Phrase neu aufbereitet haben: Die signifikanteste Line aus Rick Ross eigenem Hit “Hustlin'” von 2006 ist wohl das runtergepitchte “Everyday I’m hustlin'”, an das sich der ein oder andere Rapfan sicher noch erinnern wird. In “Party Rock Anthem” wurde die Line zu “Everday I’m shufflin'” abgeändert, was sich auf den elektro-basierten Tanzstil des Shuffelns bezieht, der in Australien entstanden ist und von LMFAO und ihren Anhängern mit Vorliebe praktiziert wird.

Die jeweiligen Lines sind die Catchphrases des jeweiligen Hits und sind auch dementsprechend kommerzialisiert worden. LMFAO hat sogar eine ganze Party Rock-Kollektion entworfen, in der die Line auch auf Kleidung abgedruckt wird. Von den Einnahmen des eigentlichen Songs abgesehen, hat LMFAO die Line also nicht nur nutzen können, um ihren Bekanntheitsgrad zu steigern, sondern auch um sich ein amtliches Taschengeld zu verdienen.

Rick Ross ist mittlerweile auf den Gedanken gekommen, auch ein Stück von diesem großen Kuchen abbekommen zu wollen, schließlich stellt seine originale Line aus “Hustlin” ja das Vorbild für die Hookline von “Party Rock Anthem” und ist für ihn somit klar als Grundzutat für den “Kuchenteig” von LMFAO’s Erfolg zu erkennen.

Dass Rozay’s Line aus “Hustlin” als Vorbild für die Line in “Party Rock Anthem” gedient hat, ist wohl nicht von der Hand zu weisen. Das “Party Rock Anthem” ein großer, kommerzieller Erfolg war und LMFAO sowohl finanziell als auch in ihrer Popularität auf ein höheres Level gebracht hat, ebenso nicht. Spannend wird jetzt die Frage, ob die Band den Satz in ihrer Interpretation weit genug verfremdet haben, dass nicht mehr von einer plagiatähnlichen Kopie auszugehen ist und vor allem, ob das Gericht diese Frage im Sinne von Rick Ross oder LMFAO entscheidet.


Die Akte Rick Ross zwingt allerdings nicht nur Electro-Duos, sondern auch Rapper vor das Gericht, wenn auch in diesem Fall nur indirekt: 50 Cent, bürgerlich Curtis Jackson, wird die unerlaubte Verbreitung eines Sextapes vorgeworfen.

Dieses stammt von einer Ex-Freundin von Rick Ross, Lastonia Leviston, und soll von 50 Cent hochgeladen worden sein, um Ross’ Namen in Verruf zu bringen. Die Veröffentlichung des Sextapes stellte zum damaligen Zeitpunkt nur die Spitze des Eisbergs der Streitigkeiten zwischen 50 und Rozay dar. Wochenlang hatte Curtis Jackson schon Videos als “Pimpin’ Curly” veröffentlicht, auf denen er Rick Ross verunglimpfte. 50 kommentierte das Tape mit den Worten, dass Ross ja nicht einmal mehr seine Frauen unter Kontrolle habe. Kurze Zeit später verebbte der Beef langsam wieder und wurde durch seine Funktion als möglichen Promo-Stunt von allen Beobachtenden recht schnell wieder vergessen.

Nicht jedoch von besagter Lastonia Leviston, die vor Gericht behauptet, durch die Veröffentlichung schwerste mentale und emotionale Traumata durchgemacht zu haben. Sie wirft 50 Cent vor, das Video, welches inzwischen bereits 3 Millionen mal geklickt wurde, ohne Absprache ins Internet gestellt zu haben. 50 wehrt sich gegen die Vorwürfe und legitimiert sein Handeln dadurch, dass der männliche Hauptdarsteller des Tapes ihm selbiges persönlich überreicht habe und damit so etwas wie ein Einverständnis zur Veröffentlichung gegeben gewesen sei.

Bleibt also abzuwarten, welcher der Rapper sich vor Gericht besser schlägt, 50 Cent auf der Anklagebank oder Rick Ross als Kläger gegen LMFAO.

Eine Antwort
  1. Chiraq_Boi
    Chiraq_Boi

    Die Nutte soll mal nicht heulen. Wer sich beim f*cken filmen ist doch selbst Schuld, wenn das Video später für alle aufrufbar ist.

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