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Es kommt nicht alle Tage vor, dass sich ein deutsches Rap-Album in seiner Veröffentlichungswoche rund 80.000 mal verkauft. Besonders im Bereich “Straßenrap” waren derartige Erfolge in den vergangenen Jahren echte Mangelware. Kein Wunder also, dass sich mit den Verkaufserfolgen von Kollegah und Farid Bangs Kassenschlager “Jung, Brutal, Gutaussehend 2” auch die Größten der deutschen Medienlandschaft dem offensichtlich totgeglaubten Sub-Genre des Gangsta-Rap wieder annehmen und über die beiden gut gebauten Sprücheklopfer berichten.

Während die Bild-Zeitung bereits letzte Woche über die Herausforderung der Selfmade-Künstler an den damaligen Spitzenreiter der Charts Heino aufgriff, sah man sich nun nach der erfolgreichen Entthronung des Schlagerstars die beiden “Proll-Rapper” bzw. “die neuen Könige des deutschen Hiphop” ihrer Leserschaft einmal genauer vorzustellen:

“Ihr Erfolgsgeheimnis ähnelt im Kern einem alten Sprichwort: „Willst du gelten, mach dich selten.“ Die beiden Wortschützen aus Düsseldorf waren im Vorfeld weder im TV oder im Radio zu sehen oder zu hören. Ihre Welt ist das Internet.”

Selfmade Records Vermarktung des Albums an den Promomaschinerien der Major-Labels vorbei, ist auch den Artikeln des Sterns und des Spiegels zentral. So schreibt der Stern beispielsweise:

“Der Erfolg von “JBG2″ kein stumpfes Stück Musikgeschichte, sondern auch ein Lehrstück über den Triumph wider die stereotypen Mechanismen der Majorlabel. Er zeigt wie geschickte Marketingstrategien und zeitgemäße 〓ffentlichkeitsarbeit einen Hype um ein Produkt erzeugen können, das sich bereits seit Wochen unterhalb des öffentlichen Radars bewegt.”

Und der Spiegel stellt fest:

“Das kann man vom Vorgänger auf Platz eins der deutschen Albumcharts eher nicht behaupten: Heinos “Mit freundlichen Grüßen” schoss ja auch dank einer massiven Marketingkampagne nach oben.”

Hier findet ihr die drei Artikel in Gänze:

Bild

Stern

Spiegel

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