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Heute Nacht finden wieder die diesjährigen MTV Video Music Awards im Staples Center in Los Angeles statt. Mit angekündigten Performances von 2 Chainz, Rihanna und A$AP Rocky, Nicki Minaj, Frank Ocean und Lil Wayne scheint die Award Show in diesem Jahr wieder vorwiegend von unser aller Lieblingsgenre dominiert zu sein und alle Welt wähnt bereits in fiebriger Erwartung, wie Letztgenannter seine vorjährigen Leoparden-Jeggins noch zu toppen vermag.

Bekanntermaßen bieten Preisverleihungen optimale Rahmenbedingungen für Fehltritte aller Art und gehen meist genau aus diesem Grund in die Geschichte der unvergesslichen TV-Ereignisse ein. Zur Einstimmung auf die kurz bevorstehenden VMAs und die Eskapaden, die es aller Voraussicht nach für die Menschheit bereithält, haben wir euch hier eine Auswahl der denkwürdigsten Award Show Ausraster in der Historie zusammengestellt, die alle rein zufällig und völlig unverhofft einen Rapper in der Hauptrolle featuren.

Was den Meisten in erster Linie vermutlich noch im Gedächtnis hängengeblieben ist, sind die berühmt berüchtigten ?Kanye-Moments?, mit denen er sich in der Folge zum Liebling des Präsidenten machte und sich wohl ins Herz der ebenso narzisstischen, wie talentfreien Kim Kardashian katapultierte. Die Rede ist zum Einen von seinem Sturm auf die Bühne während der EMAs 2006, bei denen anders als von Yeezy erhofft nicht ?Touch the Sky? den Preis vor ?Best Video? absahnte, sondern Justice?s ?We are your Friends?, und natürlich zum anderen von seiner memorablen Taylor-Swift-Schmähung im Jahr 2009:

Schon ein Jahrzehnt bevor Kanye West das Egozentrik-Monopol rücksichtslos für sich beanspruchte, praktizierte man genüsslich derartige Danksagungs-Unterbrechungen in live ausgestrahlten Musikpreisverleihungen. So machten bereits Beastie Boy MCA in Gestalt seines Alter Egos ?Nathanial Hörnblowér? bei den VMAs 1994 und Wu-Tangs Ol’ Dirty Bastard während der Grammy?s 1998 beeindruckend vor, wie man alle Augen auf sich zieht und sich ein Stück vom Kuchen der Aufmerksamkeit sichert. ODB erklärte seinen Unmut über die entgangene Auszeichung des Wu-Tang Clan dabei ganz pragmatisch: ?I went and bought me an outfit today that cost me a lot of money, because I figured that Wu-Tang was gonna win.”

Ebenso geschichtsträchtig, jedoch mit weitaus ernsthafteren Nachwirkungen ereignete sich folgender Zwischenfall bei den Source Awards 1995, bei denen Death-Row-CEO Suge Knight auf der Bühne in Richtung Puff Daddy aka Diddy wetterte, bevor die Geschehnisse innerhalb der Eastcoast-Westcoast-Fede ihren tragischen Lauf nahmen: “Anyone out there who wanna be a recording artist and wanna stay a star, but don’t have to worry about the executive producer trying to be all in the videos, all on the records, dancing, come to Death Row.”

Aus nach wie vor unerfindlichen Gründen war indes Eminem im Jahre 2002 nicht besonders gut auf Electro-Producer Moby zu sprechen und teilte ihm und der gesamten Fernseh-Nation deshalb während seiner damaligen VMA-Dankesrede mit, dass er auch gewillt sei Brillenträger zu schlagen.

Die einzige Frau im Bunde und zudem die Einzige in unserer Zusammenstellung, die Verbrüderung anstelle von Gegnerschaft anvisierte, konnte sich während Jay-Z?s und Alicia Keys? Abschlussperformance der besagten VMAs 2009 nicht auf ihrem Stuhl halten und forderte sich unter verwunderten Blicken trotz Beyoncé‘s Abwehrversuchen einen Platz an der Sonne neben den New Yorker Ikonen ein (min 6:09).

Bleibt abzuwarten, um welche Legenden und Anekdoten die Welt morgen nach Ausstrahlung der VMAs 2012 reicher sein wird.

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