Fatoni ist zurück. Spätestens seit seinem 2015er Album “Yo, Picasso“, das in Zusammenarbeit mit Produzent Dexter entstanden ist, zählt der gebürtige Münchner Rapper und gelernte Schauspieler zu den MVP’s der Szene in Sachen Lyrik und Kreativität. Doppelte Böden, eine gegen Null tendierende Anzahl an Scheuklappen was Flow und Ästhetik angeht und ein gesundes politisches Mindstate machen seine Kunst so interessant.

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Mit Songs wie “Kann nicht reden, ich esse” oder “Authitenzität” sind Dexter und ihm kleine Hits gelungen, die so vielleicht nie welche sein wollten und doch überraschend gut auf die Bühne, in den Club und die eigenen vier Wände gleichermaßen passen.

Von Kritikern des Rappers hört man oftmals Aussagen wie “Ist mir zu ironisch”. Da Ironie und Sarkasmus bekanntlich vor Angriffsfläche schützen, tut man sich tatsächlich hin und wieder schwer, den wahren Charakter hinter der vermeintlichen Kunstfigur zu erkennen. Fatoni ist quasi Meister darin die Welt, die Menschheit und sich selbst in einem Atemzug gleichermaßen zu kritisieren, so dass man sich doch fragen muss wofür er steht bzw. wer wer wirklich ist.

Eine Problematik, der er mit seinem letzten Projekt “Alles Liebe nachträglich” zusammen mit der Sängerin Mine zumindest etwas entgegen treten konnte. Dabei handelt es sich um ein Album, dass sich mit leisen und lauten Tönen rund um das Thema “Liebe” und die damit verbundenen Tücken und Abgründe dreht. Ein ehrliches und gleichermaßen gewagtes Projekt für einen Rapper, der zuvor mit einem Album und dem darauffolgenden Mixtape “Im Modus” dann doch eher für intelligent verpackte Gesellschaftskritik und Seitenhiebe bekannt war.

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Jetzt hat der mittlerweile in Berlin lebende Künstler via Social Media nach knapp 4 Jahren Solo-Album Pause seine nächste Veröffentlichung angekündigt: “Andorra” soll das gute Stück heißen und am 7.6.2019 erscheinen. Wie es klingen wird, wer es produziert hat und ob Fatoni vom Thema “Liebe” erstmal genug hat, werden wir in den nächsten Wochen und Monaten erfahren. Das Cover kann man auf seinen Social Media Kanälen jetzt bereits bestaunen. Das besondere dabei: Es stammt aus den Händen des “5. Beatles” Klaus Voormann. Der mittlerweile 80 jährige Musiker und Grafiker hat die Beatles Anfang der 60er Jahre kennen gelernt und ist seit dem freundschaftlich mit der legendären Band verbunden. Neben seinen musikalischen Ambitionen als Bassist, arbeitete er an seiner Karriere als Grafiker, was dazu führte das er das Cover des Beatles-Album “Revolver” entwarf.

Das Cover von Fatonis neuem Album zeigt optisch deutliche Ähnlichkeiten zu dem Cover des Beatles-Klassiker. Schwarz weiß, ein grafisch simpel gehaltenes Gesicht gepaart mit einem explosionsartigen Gepflecht, das aus dem eigenen Hirn herausragt erinnern stark an die Beatles. Eigener Aussage nach habe Fatoni sich dadurch einen Traum erfüllt.

 

Weitere, aktuelle Tracks findet ihr in unserer Playlist:

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