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Review: Jay Z - DecodedDurchgehört: International - 14.11.2010
Die Entschlüsselung des schwarzen Rockefeller Vom nördlichen Teil Brooklyns bis hin zum Times Square in Manhattan ist es eigentlich kein weiter Weg ? ein paar Haltestellen mit der New Yorker Subway. Für Jay Z hat der Weg ein halbes Leben gedauert: Vom Crack dealenden Schulabrecher in Brooklyn?s Armenviertel Marcy zum Vorzeigeunternehmer mit Bürokomplex in New Yorks teuerstem Stadtteil. Eine Geschichte, die Spuren hinterlässt. Und deswegen legt Jay Z nun mit gerade mal 40 Jahren seine Memoiren vor. ?Decoded? lautet der Titel des 300-Seiten Werks und eigentlich ist es mehr als nur eine Autobiographie: Es ist eine Rap-Chronik, ein Geschichtsbuch und ein Bildband, alles umrahmt von Textpassagen einschlägiger Tracks von Jay Z. ?Decoded? ist die Entschlüsselung des musikalischen Genoms eines Ausnahmerappers. In zahlreichen Fu�noten erläutert er mit Detailverliebtheit Raptechniken, Metaphern, Zweideutigkeiten und Anspielungen. Bei Jay Z handelt es sich in jeder Hinsicht um einen wahrhaften �stheten. Deswegen schmückt auch eine Zeichnung von Andy Warhol das Buchcover. Gerade jüngere Leser erfahren viel über Hip Hop vor ihrer Zeit. Von Run DMC und Public Enemy über BIG und 2pac bis Common und Talib Kweli zeichnet Jay Z die Geschichte des Rap im Verhältnis zu seiner Entwicklung. Aber ?Decoded? ist auch eine Zeitreise durch das Amerika des späten 20. Jahrhunderts, sozusagen eine schwarze Neuauflage von Forrest Gump: Bilder und Bezüge zu Malcom X und Martin Luther King, die Trauer um das Ausma� des Wirbelsturms Kathrina und der anhaltende Rassismus im Land zeigen die politische Seite von Jay Z. Die Polizei hat ihn in seinem Leben einige Male gedemütigt, auch deswegen war ?Fuck government, niggas politics themselves? lange seine Staatsräson. Mit Barack Obama, dessen Präsidentschaftseinführung Jay Z in Washington mit einer gro�en Live-Performance begleitet hat, hat sich seine Beziehung zur Politik schlagartig gewandelt. Heute kann er sich vorstellen, selbst einmal für ein politisches Amt zu kandidieren. Dass Barack Oabama im Vorwahlkampf gegen Hillary Clinton gerne mal ?I got 99 problems but a bitch ain?t one? gerappt haben soll, glaubt auch Jay Z zwar nicht so wirklich, aber das Gerücht scheint ihm zu gefallen. Wichtiger als die Poltik aber ist für Jay Z sein ?Business?, klar. Er personifiziert den Amercian Dream: er hat 10 Grammy-Awards gewonnen, 45 Millionen Platten verkauft und sein eigenes Mode-Label gegründet, was er 2007 für über 200 Millionen Dollar verkauft hat. Er war auf dem letzten Cover des Fortune-Magazins, das die 400 reichsten Amerikaner portraitiert. Sein Kapitel über das Musikgeschäft macht deutlich, wie angefixt Jay Z von wirtschaftlichem Erfolg war und ist. Den Verkauf von Drogen lie� er sein, weil ?Risiko und Rendite nicht im Verhältnis standen?, wie er sagt. Er fand es atemberaubend, den jungen Russell Simmons (damaliger Chef von Def Jam Records) mit Turnschuhen in einem Bentley voller Models zu sehen. Man kann sagen, Erfolg war die Triebfeder für sein Tun, Competition ging er nie aus dem Weg. Als ein Berater ihm davon abriet, sein ?Black Album? am gleichen Tag wie das Album von 50 Cent und G-Unit zu veröffentlichen, hie� es nur kurz und knapp: ?Put out my shit?: Jay Z stieg ein auf Platz 1 der Billboard Charts. Shawn Carter, wie Jay Z mit bürgerlichem Namen hei�t, hat aber nicht nur Musikgeschichte geschrieben, sondern auch einige der Business-Regeln neu geschrieben. Beeindruckend und unterhaltsam schildert er seine Erinnerungen an Gespräche mit Vertretern der Luxusgüterindustrie. Nachdem er gemerkt hatte, dass sein Einfluss bei vielen Leuten bis hin auf Klamotten und Getränke wirkt, wollte er einige Deals aushandeln. Eine Modefirma wollte ihm aber lediglich ein paar kostenlose Vorführstücke zur Verfügung stellen. Ein Champagner- Hersteller wollte nicht mal mit dem ?schmutzigen? Rap in Verbindung gebracht werden. Also wurde Jay-Z in au�ermusikalischen Bereichen unternehmerisch: ?I?m non a business man, I am a business man?. Wer viel Privates von Jay Z erwartet, wird enttäuscht werden. Zwar sind seine Erinnerungen an seine Zeit in Brooklyn und sein Aufstreben in der Musikwelt stets brisant und sehr persönlich gezeichnet, aber intim wird Jay Z nicht. Das Buch weckt zwar durchaus Emotionen, aber die Gefühlslage des Autors bleibt oft im Dunklen. Jay Z erzählt, lässt den Leser aber nicht wirklich an sich heran. Die alte literarische Regel ?Show, don?t tell? beherzigt er nicht. Auch die Beziehungen zur seiner Familie und die Ehe mit Beyoncé Knowles werden kaum mit einer Silbe erwähnt. Das, was ?Decoded? allerdings wirklich distinktiv macht, sind die Erläuterungen unzähliger Lyrics. Es wird schnell deutlich, dass Jay Z in seinen Texten gerne absichtlich missverstanden wird. So wie er einst vom Kaufhausdetektiv beobachtet wurde, obwohl er nichts klauen wollte, dann aber doch tat, um ein Spielchen zu treiben, spielt er heute gerne mit seinen Kritikern und würfelt Worte und Vergleiche durcheinander. Für ihn bedeutet Rap ?Kunst auf mehreren Schichten?. So gibt es die erste, offensichtliche Schicht, die meist von ?dummem Geschwätz? handelt. Die zweite Schicht ist das Storytelling, was sich meist zwischen den Zeilen abspielt und dem Hörer schon etwas Interpretationsvermögen abverlangt. Und in einer dritten Schicht, so Jay Z, baut er gerne ?Ostereier? ein: kleine Feinheiten für die besonders smarten Zuhörer. Es bleibt ein wenig fragwürdig, warum jemand ein Buch für eine Generation schreibt, die eigentlich kaum noch liest, höchstens einmal ein Hörbuch hört. Und das ist im Falle von Jay Z ja wirklich nicht nötig, denn die besten Geschichten hört man doch auf seinen Alben, oder? Warum also dann ein Buch? Weil es wieder ungemein Lust auf Jay Z macht! ?Decoded? tut Rap insgesamt einen gro�en Gefallen: Es erinnert uns daran, wirklich hinzuhören statt nur zuzuhören ? und zwar mit Herz und Verstand. Den Sound hört man nach der Lektüre mit anderen Ohren, wertschätzender und dankbarer. Und ?Decoded? ruft in Erinnerung, was oft in Vergessenheit gerät: Rap ist mehr als Worte ? es ist ein Lebensgefühl. Decoded erscheint am 16. November bei Spiegel & Grau (19,95?) Danyal Bayaz, New York Artists: 50 Cent, G-Unit, Jay-Z, Talib Kweli, Common, Run DMC, 2Pac, Beyoncé, Public Enemy, Russell Simmons Labels: Def Jam Records Doppelgänger, Fan-Dokus & üppige Frauen: 5 Erkenntnisse der letzten Tage
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9 Kommentaregute review, werd mir das teil auch mal zulegen als riesen jay-z fan, mal schaun ob ich was neues erfahren kann. allerdings werd ich es englisch lesen und nicht deutsch, falls ihr von einer übersetzung gesprochen habt... und noch kleine korrektur: i'm NOT (ihr schreibt non) a business man
von BLAZINGSTAR, am 08.01.2011
Zitat von BLAZINGSTAR » Nicht anhören! der junge labert nur müll. allein das video hier zu posten ist schon ein bitchmove...eine fanbase über internetkommentare aufbauen wollen,du bist mir einer.
von LLcoolK, am 02.06.2011
Der Satz erinnert mich immer an Bushido - Zeiten ändern sich (Zitat: Ich bin kein Geschäftsmann, ersguterjunge ich bin ein Geschäft man ) ... oh oh oh oh :D Scheiss rockerfellar arbeitet mit okkulter symbolik betet satan an leugnet gott und ist 100% auf profit um leben und tot aus, er brauch garnicht auf ausnahme talent zu machen er soll lieber erzählen wie er mit seinen dicken lippen rockerfella den penis gesuckt hat
von cable1, am 28.03.2012
ZIGGY JACKSON HACKED BY DUKE & Mr.ANONYM http://www.imagebanana....yJacksonHacked.png Kommentar schreiben
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