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Review: Kay One - Kenneth Allein Zu HausDurchgehört: Deutsch - 13.05.2010
Gespannt durfte man schon sein auf Kay Ones Solorelease. Während ihm vorhandene Skills im Laufe seiner bisherigen Karriere eigentlich immer wieder attestiert wurden, blieb die Bestätigung dieser Einschätzung auf Albumlänge aus verschiedensten Gründen aus. Es wurde also Zeit für den aus dem Allgäu stammenden Wahlberliner über den Status als Backup und bessere Hälfte Bushidos hinauszukommen und als eigenständiger Künstler wahrgenommen zu werden. ?Kenneth allein zu Haus?- so hei�t das in der Premium-Version 21 Anspielpunkte umfassende Produkt , das selbstverständlich über ?Ersguterjunge? erschienen ist und von Bushido präsentiert wird. Hauptverantwortlich für die Produktionen sind Djorkaeff und Beatzarre, denen an mancher Stelle bspw. von Bushido assistiert wurde. Der Albumtitel bildet zugleich auch den konzeptionellen Rahmen des Ganzen: Kay One wird von seinem Boss in dessen Villa für zwei Wochen alleine gelassen und bekommt im ?Intro? Ansagen und Verbote, an die er sich natürlich nicht hält. Auf diese Storyline wird in Form von Skits im Laufe des Albums immer wieder Bezug genommen, was sich als gut umgesetzte Idee erweist, die wie ein roter Faden durch die Trackauswahl führt. Was zwischen diesen Skits an Mucke angeboten wird, ist dann etwas differenzierter zu betrachten... Zunächst: Kay One beweist auf diesen Album, dass er ein Künstler ist, der Fähigkeiten im Bereich des Songwritings besitzt, an die nicht viele deutsche Rapper herankommen. Mit einer enormen Vielseitigkeit ist er in der Lage ein inhaltliches Spektrum abzudecken, das so nicht zu erwarten war und unterschiedlichste Menschen gleicherma�en ansprechen dürfte. Leicht zu verdauende, ignorante Representertracks (?Style und das Geld?, ?Sexy Teens?) sind ebenso enthalten wie persönliche, ernstere Themen (?So allein?, ?In Liebe, dein Bruder?) oder obligatorische Liebeslieder über zerstörte Gefühle und Beziehungen (?Verzeih mir?, ?Bitte vergiss mich nicht?). Die Produktionen entsprechen dieser Vielseitigkeit und verlassen dabei nicht selten den Rapkontext. Plump und vereinfacht formuliert ist also für jeden etwas dabei in dieser bunten Ansammlung. Auch ich fühle mich daher streckenweise gut unterhalten und habe nach mehrmaligen Durchhören meine Favoriten. Der als Opener dienende Titeltrack ?Kenneth allein zu Haus?, das von einer lockeren ?good-times-Stimmung? getragene ?Irgendwann? oder das sehr persönliche ?In Liebe, dein Bruder? wären an dieser Stelle zu nennen. Das ein Hauch von Cocktailbar vermittelnde ?Ein guter Tag?, auf dem Kay One sehr bildhaft eine Nacht schildert, in der seine Probleme im Alkohol ertränkt oder der Track namens ?Bushido?, auf dem er seine Dankbarkeit gegenüber seinem Ziehvater zum Ausdruck bringt, wissen ebenfalls zu gefallen. Ein paar weitere Stücke gehen ebenso in Ordnung und halten auch beim zweiten Hören meine Aufmerksamkeit hoch, was nicht zuletzt den zwar simplen, doch schlüssigen Songkonzepten Kay Ones zuzuschreiben ist. Dennoch, an manchen Stellen überschreitet das Ganze dann doch die Toleranzschwelle des (zumindest für mich) Ertragbaren. Die Single ?Ich brech die Herzen? barg ja noch eine gewisse Ironie und Komik; Songs wie ?Bitte vergiss mich nicht? oder ?Nie vorbei? hingegen sind ernst gemeinte Popsongs, die dann wohl doch eher in der Zielgruppe pubertierender, von Liebeskummer geplagter Mädchen Anklang finden sollen. Meinen Ohren sind die von Phillipe Heithier gesungenen Gesangsparts und Radiohooks dann doch ein Stück weit zu cheesy und so bin ich beim zweiten Mal schon fast gezwungen zu skippen. Mit dem Atzensong ?Bis die Polizei kommt? mit Frauenarzt wird dann auch nochmal in eine Kerbe geschlagen, die sich momentan sicherlich lohnt. Dies verdeutlicht auf explizite Weise jedoch nochmal eine Ebene, die sich eigentlich durch das gesamte Album zieht: Es trägt einen nicht von der Hand zu weisenden Popcharakter. Die Produktionen verlassen nie wirklich den für Popsongs charakteristischen Sound- und Harmoniekosmos. Insbesondere die Liebessongs werden von einer intendiert massentauglichen Melancholie getragen, die einem schon mal übel aufsto�en kann. Dass ein Produzent wie Djorkaeff, bekannt für diverse Streetbanger, sich mit verantwortlich zeigt, verweist darauf, dass es sich dabei wohl um eine kalkulierte Arbeits- und Vorgehensweise handelt. Verrückt ist, dass man trotz alle dem das Gefühl hat, dass man einen Blick auf die Person Kay One bekommt, ihn trotzdem als integeren Künstler wahrnimmt. Das liegt daran, dass er inhaltlich schon einiges in sein Solowerk hinein gepackt hat. Eine widerspruchslose Bewertung gestaltet sich daher auch nicht so einfach. Letztendlich bewegt er sich durch seine Nähe zu Bushido und das Mitwirken in dessen ?grandiosen? Film in einer �ffentlichkeit, die weit über den Hip Hop- Kontext hinausgeht. Dass er vor diesem Hintergrund auf Käuferschichten und Fans schaut, die andere Rapper nicht erreichen können, ist sicherlich richtig. Man könnte ihn dafür natürlich verurteilen und engstirnige ?sell-out-Argumentationsketten? bemühen. Man könnte ihm aber auch einfach dafür Respekt geben, dass er ein streckenweise gutes Stück Entertainment in Rapform fabriziert hat, dass einige Facetten seiner Persönlichkeit zeigt und gleichzeitig massenkompatibel ist. Ich neige eher zu Zweitem.
Autor: FloN Artists: Frauenarzt, Bushido, Djorkaeff, Kay One, Beatzarre Recap KW 20: NBA-Clips, Rap-AGBs und Antifa-Attacken
Recap KW 19: Schwarze Listen, eskalierende Autogrammstunden und "Alkoholisierte Pädophile"
24 Kommentare
von Domi, am 13.05.2010
Irgendwie steht da nur was ich selbst schon wusste, wirklich wissenswertes für jemanden der das Album nicht kennt kommt da nicht bei rum. Trotzdem: Mehr Reviews!
von KanackWithAttitude, am 13.05.2010
Ich finde das Album wirklich sehr gut, da es bei ihm nicht um den "Skill-Faktor" ging, also die überkompliziertesten Reimstrukturen, sondern eher um den Entertainment-Faktor. Einige Lieder sind mir wirklich zu Pop und gehen an meiner Zielgruppe vorbei und andere Lieder finde ich wirklich grandios, wie "Sexy Teens" "Rockstar", "Ein guter Tag" und das Feature mit Fler. Habe das Album gestern bestellt. Musste das Produkt testen, bevor ich dafür 35 Mark auszugeben. ;) Oh man,da macht mal einer was ganz anderes,als die anderen vollidioten dieser szene,zu der Kay und die ersgutenjungs nicht gehören wollen,und wird dann genau deswegen kritisiert :/ Schlechte review,das album hat die erwartungen mehr als übertroffen Hab das Album angehört, finds nicht schlecht aber ein 2. mal könnte ich es mir nicht geben.. Ist auch viel zu viel Gesang
von Batista, am 15.05.2010
ich hab immer gesagt der typ ist der hammer!das album ist genieal ich hasse die atze mukke aber dieser track mit fraunarzt ist über lustig!das album hat ein mega fun potenzial und ist rap technisch sogar gut!klar traurige songs wie verzeih mir und tracks wie rockstar sind klar die besten
von Batista, am 15.05.2010
aber es ist was neues!kein rapper in deutschland könnte auf diese beats so rappen die andern können alle nur das gleiche mache davon vielelicht 2 sachen aber dieses album hat alles an stille im rap game und dafür hut ab Teil 1 Hmm... Review für dieses Album ist eher negativ als Positiv zu bewerten und das sag ich als Kay One Hörer! Wir alle (german hip-hop Musik-fans) wissen, sälbst die Räpper das Kay einer wenn nicht der beste freestyler deutschlands ist und man muss ihm für das auch respekt zollen. Er wollte aufjedenfall zeigen das er ein vielseitiger Räpper ist was ihm sicherlich gelungen ist. Allerdings sind viele Tracks eifach zu Popig geworden und das verleit dem album einen leichten schwulen Touch, wie das Cover auch.. das ja gar nicht geht! Schlimmstes Hip-Hop Cover das ich jemals gesehen habe ohne zu übertreiben! Allerdings hats auch Tracks darunter was Champions-League Niveau besitzt wie z.b Style und das geld oder Rockstars..Im grossen und ganzem bin ich vom Kay entäuscht. Der Anspruch auf was gutes war gross, weil man wusste was der Junge drauf hat.Ich wünsche kay trozdem das er in die top 10 chartet. Zitat von Keile » opfer!
von derficker, am 04.06.2010
Zitat von Ersguterdreamer » hast du dir die review überhaupt komplett durchgelesen? genau das was du hier kritisiert wurde positiv hervorgehoben!
von derficker, am 04.06.2010
Zitat von Djorkaeff » nein richtige rapfans wissen das kayone der schlechteste freestyler in deutschland ist! Zitat von KanackWithAttitude » Uh wir haben einen Öko unter uns
von Psynomic, am 22.06.2010
der ist einfach nur schwul !!!! mehr kann ich net dazu sagen rappen kann er nicht singen kann er nicht und tut auf "Play Boy Bitch" okee die Bitch ist er ja wircklich :P peaceeeee Zitat von Psynomic » ganz genau, elender thai hurensohn.. lebt vom fame bushidos, unnötiger mensch! http://www.youtube.com/watch?v=9s3qRuPF8Qg GEILER TRACK REINHÖREN LOHNT SICH!!!!! Kommentar schreiben
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