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Review: Jeyz - Blut, Schwei� & TränenDurchgehört: Deutsch - 13.07.2009 Der Name Jeyz dürfte eigentlich jedem Deutschrapkenner seit den alten ?Chabs?- Tagen ein Begriff sein. Er gehört zu denjenigen, die den Frankfurter ?Nordweststadtsound? ma�geblich mitgeprägt haben und seit fast einem Jahrzehnt Azad sowohl auf der Bühne als auch im richtigen Leben loyal zur Seite stehen. Um aus dem Schatten Azads ins Licht zutreten und sich als Solokünstler zu etablieren hat er auf 3 Mixtapes und einem Streettape sein Talent als authentischer Strassenrapper mit Hang zu bildhafter Sprache und au�ergewöhnlichen Flows bewiesen. Sowieso. Der Frankfurter mit sizilianischem Hintergrund war und ist für mich einer der Wenigen der Strassenrapperzunft, die es schaffen die Stra�e zu repräsentieren, Inhalte zu transportieren und gleichzeitig auf ein künstlich aufgebauschtes Gangsterimage zu verzichten. Mit der Hoffnung diesen positiven Eindruck auf Albumlänge bestätigt zu bekommen halte ich nun Jeyz´ Erstlingswerk mit dem Titel ?Blut, Schwei� und Tränen? in den Händen. Vor dem Hintergrund der Zeit, die sich Jeyz für das Album genommen hat, wäre ein originellerer Titel mit Sicherheit dringewesen. Hiermit im Zusammenhang steht offensichtlich auch die Anzahl der Tracks : 22 Anspielpunkte stehen zur Verfügung, was die berechtige Frage aufwirft, ob der Frankfurter in der Lage ist auf die ganze Länge die Aufmerksamkeit des Hörers auf seiner Seite zu halten. Aber Eins nachdem Anderen. Der Opener, produziert von Bozz ? Hausproduzent Martelli, lässt den Hörer eintauchen in die Grundmelancholie, die so typisch ist für den Frankfurter Sound und sich durch Streicher, Pianos und soundtrackartige Arrangements auszeichnet. In ?Mein Leben? versucht Jeyz in gewohnter Manier den Struggle darzulegen, indem er sich befindet, geprägt durch das Aufwachsen in sozialer Benachteiligung und allen Schattenseiten, die dies mit sich bringt. Benny Blanco unterstreicht hierbei, dass sein Sound der Producerelite in Deutschland zugerechnet werden muss. Vom Standpunkt der Qualität aus kann man sowieso gegen jegliche Beats kaum Einwände erheben, wenn Shuko, Flashgordon, Brisk Fingaz und die üblichen Verdächtigen aus dem Bozzcamp ihren Beitrag leisten . Mit ?Heute wird zurückgeschossen? folgt nun der erste, Battle/ Representer /?2009 ist unser Jahr? ? Track, der anspruchsvoll produziert und solide gerappt ist, mich aber nicht besonders überrascht, weil schon tausendmal gehört. Das von Martelli mit herzzerei�enden Streichern ausgestattete ?Kämpfertränen? wei� auf musikalischer Ebene durch eine gute Hook von Manuellsen zu überzeugen. Inhaltlich und rapmä�ig enttäuscht mich Azad mal wieder wie so oft in letzter Zeit, da ich mittlerweile das Gefühl habe, dass seine Durchhalteparolen und Betonmetaphern auf diversen Tracks austauschbar geworden sind. Jeyz hingegen schafft es emotional anzusprechen und seiner Verzweiflung gegenüber den ausweglosen Verhältnissen die ihn umgeben Ausdruck zu verleihen. Die thematische Trennlinie zwischen den Tracks bleibt insgesamt scharf : ?Dieser Brief? richtet sich an den Vater, den er nie kannte. Klavier, Streicher und die Stimme seiner Schwester Claudia in der Hook statten den Track mit der für die Thematik nötige Melancholie aus. ?Mama? ist die obligatorische Hommage an die Mutter und ?Tagtraum? richtet sich an die Herzensdame. Das mit einer von Marq F. an Akon erinnernden Hook ausgestattete ?Ganz Egal? stellt für mich den schwächsten Track dar. Inhaltlich unschlüssig, technisch unterdurchschnittlich und soundmä�ig offensichtlich den gegenwärtigen Imperativen des Musikmarktes folgend. Hingegen so mancher Ausfälle ist ?Kannst du die Sterne sehen? mein persönliches Highlight, wenn nicht sogar der Beste Track den ich von Jeyz bisher gehört habe. Auf einem wahnsinnig treibenden, klavieruntermalten Beat von Benny Blanco gibt er einen persönlichen Einblick in die Zerrissenheit seines Selbst und bringt einem, das was man in Frankfurt als ?mentale Krisen? bezeichnet mit einer Metaphorik näher, die einem Gänsehaut bereitet. Jeyz artikuliert authentisch und selbstkritisch seine Angst davor vom Hass beherrscht zu werden, der in seinem Umfeld allgegenwärtig ist. Zusammenfassend ist zunächst Positiv anzumerken, dass Jeyz sich fast auf jedem Track von Anfang bis Ende treubleibt und das von ihm zu erwartende auf einem Gewissen Niveau abliefert, sowie das Potential inne hat sich über den gegenwärtigen Genrestandard hinwegzusetzen. Insgesamt gesehen wird dem Frankfurter die Länge seines Debuts jedoch zum Verhängnis. Er schafft es nicht die Aufmerksamkeit des Hörers bis zum Schluss aufrechtzuerhalten, auch wenn er am Ende noch mit einem von Shuko produzierten Banger namens ?Alles zu spät? (feat. Tone) aufwartet. Dies ist zum Einen dem Umstand geschuldet, dass die Battle/Representer ? Tracks inhaltlich schon nach den ersten Zeilen uninteressant werden. Zum Anderen sind die Trackthemen nicht besonders originell gewählt und z.T. vorausschaubar. Dennoch halte ich Jeyz für einen talentierten und ambitionierten Künstler und würde mir für zukünftige Releases eine verbesserte Bündelung seiner Stärken wünschen.
Autor: dirdydokdaduun Artists: Akon, Azad, Martelli, Jeyz, Tone, Manuellsen, Brisk Fingaz, Benny Blanco, Shuko, Flashgordon Labels: BOZZ Music Back Then: Massiv veröffentlicht "Opferfest"
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7 Kommentareich glaub dir jedes waort du bist ein hammer rapper du wirst in der zunkunft ganz groß alter ann alle mitleser kauft schön fleißig blut,schweiß&tränen jungs peace vato Top Jeyz eins der größten rapper den ich höre und nicht weil du sizilianer bis wie ich ich finde du hast gute texte und mit azad an deiner seite hast du den king mach weiter hab jedes deiner alben Bozz=)
von ketoderm, am 24.09.2009
Zitat von Assasin » jedes seiner alben gekauft oder doch.....?? weil mit den chartplazierungen ist der junge nie gut, obwohl ich seine musik feier. warum macht 16bars so wenige reviews eigentlich?jetzt wäre doch ein review zu jbs3 und am2 sehr passend ;) Shinto_-_Armageddon (16_Bars_Exklusiv) http://www.youtube.com/watch?v=w_TWfJByHcU
von SoNyBlAcK123, am 28.04.2010
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