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Review: MontanaMax - MaximilianDurchgehört: Deutsch - 05.01.2009
Am 14.11.2008 releaste MontanaMax sein zweites Soloalbum mit dem richtungsweisenden Titel „Maximilian“. Das 15 Tracks starke Album erscheint über das Label 667 One more than the devil und wurde vom Bielefelder Produzenten Bjet gemastert, der gleichzeitig für die Beatz von „Bassgitarre“, „Erfolg“ und „Kein Bock“ verantwortlich ist. Nachdem ihr in unserem Videotagebuch schon einen persönlichen Eindruck vom Entstehungsprozess des Albums, sowie MontanaMax bzw. Maximilian bekommen konntet, ist es nun an der Zeit das Endprodukt zu beurteilen. Bereits im Intro bestätigt sich die Labelankündigung von einem „ganz persönlichen Werk“. Mit dem morgendlichen Aufstehen oder der Geburt von „Maximilian“ beginnt die Reise in die Welt des MontanaMax und seinem bürgelichen Ego Maximilian. Hier gibt Gott den Startschuss: „Gott sagt: OK es geht los!“ für das, was uns in den nächsten 15 Tracks beschäftigt und „Was ist das? Max! Typisch Ich!“ kündigt Max in „Typisch Ich“ selbst den Inhalt an. No image just him!! Was zunächst vielleicht analysierend oder platt als Sebstreflexion in einen Begriff gepresst werden kann, entpuppt sich spätestens beim zweiten Hören als ein bewusst konstruiertes Konzeptalbum. Persönlich geprägte Tracks, die thematisch sortiert sind, werden blockweise durchbrochen von Battle Tracks, was es zum einen zu einem Album macht, das man gerne durchhört und zum anderen die direkte Verbindung von Maximilian und MontanaMax verdeutlicht. Im „ersten Block“ stellt er in „Typisch Ich“ den Leitfaden des Albums vor: die Erfahrungen des bürgerlichen Selbst (Maximilian) und die Welt des künstlerischen Alter Egos (MontanaMax) werden mithilfe von „ein bisschen Wahrheit und ein bisschen Fiktion“ aufgearbeitet. Im Titeltrack „Maximilian“ gibt Max die „Höhen und Tiefen“ seiner Kindheit und Jugend preis („Ich hab viel Liebe gebraucht“), die ihn zu dem gemacht haben, was er ist. Beginnend mit dem „zweiten Block“ vermittelt Max nun seine Konstanten im Leben. Ob in seiner Homage an Bremen in „Diese Stadt“ mit der ihn „eine Liebe, die ewig lebt“ verbindet, oder in „Schwarz-Weiss“ die Erfahrungen der Liebe und dem Leiden, jedes Mal werden die Sehnsüchte des Rappers und bekennenden Werder Fans deutlich. Aber auch mit den Rapklischees weiss Max aufzuräumen und brennt in „Bassgitarre“ gemeinsam mit Favorite die Bude der koksenden Gangstarapper ab und lässt, ebenso wie mit „Faust auf den Tisch“, alle Battlefreunde auf ihre Kosten kommen. Also „hinsetzen Hefte raus. Klassenarbeit“, denn in „Ein Moment“ (mit Vasee) erfahrt ihr die Tragik des Moments, die Entscheidung für oder gegen „Leben und Leiden“, der Moment in dem alles vorbei sein kann oder alles beginnt. Egal ob die prägende Zeit („Maximilian“), die Last des Alltags („Briefwechsel“) oder die Suche nach dem Absoluten („Hol mich raus“) MontanaMax schafft es seine persönlichen Erfahrungen auf eine allgemeingültige Ebene zu transportieren ohne das er sich in Phrasen flüchtet. Beeindruckend ist die Harmonie der Tracks, wo Thematik, Lyrics und Beatz eine gemeinsame Stimmung erzeugen, die jedem Track eine einzigartige Kraft verleihen. Die Beatz sind durchgehend gut und v.a. abwechslungsreich, was die Wahl von sieben Produzenten bestätigt. Herausstechend ist der Beat von „Gute Nacht“, der von 7inch produziert wurde. Das gelungene Doubletime-Debut auf „Hol mich raus“ zeigt, dass Max sich technisch weiterentwickelt hat. Insgesamt ist es ein sehr gelungenes Album, allerdings hätte ich mir persönlich (zusätzlich zum Konzept) einen Burner a la „Hanseaten“ der das Album überragt, gewünscht. Thematisch hätte bei soviel Analyse ein genauerer Blick auf die Gesellschaft möglich sein können, was aber der konzeptuellen Innenperspektive geschuldet sein dürfte.
By: El Pee Artists: Favorite, MontanaMax, Bjet, 7inch, Vasee Labels: 667 One more than the Devil Interview: Tua über "Raus"
Favorite unterwegs in Wien mit der Kutsche / Genetikk: Cover zu "Voodoozirkus"
7 Kommentare
von Seelix, am 06.01.2009
Für mich persönlich eines der besten Alben der letzten Jahre. Soviel Ehrlichkeit in den Texten hab ich schon lange nicht mehr gehört.
von CORNER_Magazin, am 06.01.2009
Zitat von CORNER_Magazin » verpiss dich mit deiner scheiß werbung das kauft doch eh keiner
von Scheli, am 09.01.2009
Schöne Review Album ist tatsächlich richtig gut geworden. allerdings fehlen mir auch son paar knaller. alleine von den beats her ist kein richtiger knaller dabei (bezogen auf battle kram) der beat von "nacht" ist zum beispiel bombe. Unglaublich starkes Album. alles dabei, Banger, ruhigere Stücke, nachdenkliche dinger, einfach sehr gelungen. und wann man nachts nach hause geht und sich "nacht" aufs Ohr gibt... einfach hammer! Hansestadt Veteranen mit Saad ganz klar das beste auf dem Album ;-) aber das Album ist korrekt Kommentar schreiben
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