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Review: Prinz Pi - Neo PunkDurchgehört: Deutsch - 07.12.2008
Über wenige Alben wurde 2008 im Vorhinein soviel geredet, wie über das Majordebüt „Neo Punk“ des Berliner Untergrundpartisanen Prinz Pi. Pi, der sich bis dato eigentlich als eloquenter Mittelfinger genau in die entgegengesetzte Richtung der Plattenfirmenriesen bewegte, ging auf einmal ein Verhältnis mit dem Feind ein. Nun, in Zeiten, in denen Labels im Akkord ihre Pforten schließen, muss man auch als unabhängiger Künstler schauen, wo man bleibt. Es sei ihm verziehen. Vielleicht lag es ein Stück weit an der Wahl der beiden Teasersingles „Gib dem Affen Zucker“ und „Schädelficken“, durch deren elektronischen Sound sich die alten Fans ein wenig vor den Kopf gestoßen fühlten. Wenn man sich aber intensiv mit „Neo Punk“ auseinandersetzt, muss man sich eingestehen, dass bei weitem nicht das ganze Album auf den Trend 2008 aufspringt. Es ist eher eine ausgewogene Mischung: Synthiebretter, basierend auf Beatgerippen der Machart 8-Bit, wechseln sich ab mit dem modernen, aber keinesfalls poppigen Sound von „!Donnerwetter!“. Beatwise hat Biztram mal wieder einen guten Job gemacht - und auch die von vielen für unterirdisch gehaltenen Reimkünste des Produzenten gehen klar. Textlich wartet „Neo Punk“ nicht unbedingt mit Neuerungen auf: Snobschmähungen, - Achtung, Unwort: - Gesellschaftskritik und Verschwörungstheorien – eben einfach: „Prinz Pi, Anti alles, Untergrundstar“ wie es der Regent auf „Ein Bizchen mehr“ mit DJ Craft treffend ausformuliert. Auf den Punkt gebracht überzeichnet Pi das Bild der Generation 2.0, welche sich von einer Spaßgesellschaft über das StudiVZ in die Stagnation gesurft hat und dabei mehr auf der Stelle steht, als klare Position zu beziehen. Der heimliche Hit der Platte ist dennoch ein ganz anderes Stück. Auf „Bevor ich aufschlage“ tritt der neue Sound in den Background, versteckt sich hinter einem minimalen Pulsschlag von Beat und Pi visioniert auf einem Niveau, wie man es von seinen letzten Releases gewohnt ist. Bleibt alles anders – trotzdem fehlt es „Neo Punk“ an irgendetwas. Vielleicht an Charakter. In Interviews mit den einschlägigen (Online-)Magazinen wirkt der Anti-Mensch desöfteren ein bisschen unstrukturiert und substanzlos. Ein Gefühl, dass sich auch auf die Stimmung der Platte auswirkt. Ansonsten ist „Neo Punk“ aber ein sehr gutes, wenngleich ungewohntes, Album geworden, welchem man die Majoreinfärbung nicht anhört. Bis auf dieses Neongrün vielleicht. Egal, wir bleiben immer anti. By: Jan Vehn
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3 KommentareMh, leider bisschen kurz, aber geht klar. 5er wäre angebracht, alleine wegen 7 Todsünden Track... komm schon 7 eigene Tracks in einem Song mit so guten Beats und textlich und flowmäßig so gut, dass die Atmosphäre des tracks einfach alles bummst... + features waren sehr gelungen
von CORNER_Magazin, am 15.12.2008
Ich find das geiles Album... Habs mir gestern zugelegt und kanns nur weiter empfehlen ;-) Bin erst seit kurzen Fan von ihm... Kommentar schreiben
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