Im Zuge der “Summer of the 90s”-Zeitreise, auf die sich der Deutsch-Französische TV-Sender Arte momentan begibt, erschien nun der vierte Teil der “Welcome to the 90s” Dokureihe, die sich der Hip-Hop Kultur der 90er Jahre widmet.

Zunächst werden die wachsende Popularität von Rap zu Beginn der 90er durch die Werbung, die Grenzüberschreitung von Rap und Rock, deren Startschuss mit der Kollabo zwischen Run DMC und Aerosmith fiel, und die Eroberung der Musikwelt durch Gangster-Rap von N.W.A. in der Doku beleuchtet. Der danach aufkommende G-Funk, in Verbindung mit Snoop Doggs Raps und Dr. Dres legendärem Album “The Chronic” dienen in der Doku als Beispiel für Teile der HipHop-Kultur, die den Mainstream eroberten.

Dazu belichtet die Doku auch die Filme, die die Kultur maßgeblich geprägt haben. Ebenfalls zur Sprache kommt die “The Native Tongue” Bewegung, der De La Soul, A Tribe Called Quest und Queen Latifah angehörten, deren Mantra “Wir lieben Hip-Hop, sind aber keine Gangster” sich gegen den, zu der Zeit populären, Gangster-Rap stellte. Über einen Anriss der Gegensätze von East- & West-Coast, dem revolutionären Nas Album “Illmatic” und den ersten Frauen im Game, kommt die Arte Dokumentation zum europäischen Rap. Dabei werden die französischen Helden MC Solaar, IAM und NTM und die zu jener Zeit besonders populären deutschen MCs Toni L, Massive Töne, Die Fantastischen Vier, Freundeskreis sowie Fettes Brot und deren Entwicklung im Hinblick auf den schon länger gereiften US-Rap näher betrachtet.

Zu Wort kommen dabei neben Journalisten und Kulturwissenschaftlern auch Max Herre, Samy Deluxe, Everlast, Dam-Funk, Toni L, Jazz-Musiker Robert Glasper und Afrika Islam (der Kollege von Afrika Bambaataa).

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