Als Rapper hat man es nicht leicht: ständig und überall muss man irgendwelche 16ner an den Mann bringen. Da ist es nur folgerichtig, dass das Gereimte nicht immer einen Sinn ergibt oder den Hörer aus anderen Gründen fraglos zurücklässt. Wir haben uns dieser Problematik angenommen und werden in unregelmäßigen Abständen ein paar besonders unsinnige oder fragwürdige Lines aller Art begutachten.


1. Lil Wayne – We Be Steady Mobbin’:

Big house, long hallways, got ten bathrooms, I can shit all day

Wir verstehen, was uns Tunechi da sagen möchte, aber wissenschaftlich gibt es keinen Zusammenhang zwischen Anzahl der Toiletten und Anregung des Stoffwechsels.


2. Juelz Santana – Dipset (Santana’s Town):

“I’m a baller baller, you’re not at all a baller”

Warum sollte man es sich als Rapper unnötig schwer machen und stundenlang nach einem ausgefeilten Vergleich suchen? Es kann doch auch einfach gehen: Juelz Santana ist ein Baller. Du bist überhaupt kein Baller. Fertig.


3. 50 Cent – Piggy Bank:

“Yayo bring the condoms. I’m in room 203.”

50 Cent bittet darum, dass sein ihm treu ergebender Weed Carrier Tony Yayo eine ausreichende Anzahl an Präservativen auf sein Zimmer bringt, damit Fitty ein paar Groupies durchknattern kann. Dumm nur, dass die Line so klingt, als möchte 50 Cent mit Yayo selber ein erotisches Liebesabenteuer wagen.


4. Prodigy – Pretty Thug:

I”f we die, we be in love on the other side. I be the bitch, she be the nigga in another life”

Bei Prodigy wußte man zumindest in der Vergangenheit nie so wirklich, ob er verrückt ist oder nur möchte, dass wir denken, dass er verrückt sei. Während seiner langlebigen Rapkarriere hat er jedenfalls die ein oder andere denkwürdige Line aus dem 〞rmel geschüttelt. Was er mit der vorliegenden Zeile genau aussagen will, weiß wohl nur auch er. Jedenfalls möchte der emanzipierte P in seinem nächsten Leben oder nach seinem Tod als “Bitch” wiedergeboren bzw. sein überirdisches Dasein als “Bitch” fortführen. Ah ja…


5. Birdman – Got A Bitch:

“Got this bitch up in Philly, I stop fuckin’ with it.
The ho bought me a Phantom, motherfuck the bitch.”

Der alte Schwerenöter Birdman hat als ausgebuffter Frauenversteher in jeder größeren Stadt eine Geliebte, die sehnsüchtig auf ihren No.1 Stunna wartet. Die Beziehung zu seiner “Bitch” in Philadelphia musste Birdman jedoch aus einem Grund beenden, den wohl nur er nachvollziehen kann: obwohl ihm die Dame aus Philly extra einen Phantom gekauft hat, bekommt sie von Birdman als Dankeschön nur ein trockenes “Motherfuck the bitch”.

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