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Alexander Spit ist schon seit etwas längerer Zeit ein bekannter Name in der Bay Area und in den einschlägigen Ecken des Internets. Der Producer und Rapper hat bereits diverse Rap- und Instrumentalprojekte veröffentlicht. Darunter sind Zwei Street-Alben, eine EP und nun ist Alexander Spit kurz davor, sein zweites Beat-Tape zu veröffentlichen. Grund genug also, um diesen versierten Künstler einmal genauer zu betrachten.

Alexander Spit wuchs in San Francisco in einem Haushalt der unteren Mittelschicht auf. Sein Vater arbeitete auf diversen Golfplätzen, wodurch er, seine philippinische Mutter und sein Bruder entgegen ihres bescheidenen Einkommens dennoch in vornehmlich wohlhabenden Gegenden lebten. Während die anderen Kinder aus seiner Nachbarschaft in den Skiurlaub nach Colorado fuhren, konnte sich seine Eltern nicht einmal Spielzeug für ihre Kinder leisten. Alexander hing folglich eher mit den seltsamen oder ebenfalls ärmeren Kindern rum, durch die er irgendwann auch Rap-Musik entdeckte. Zu seinen frühen Einflüssen gehören Bone Thugs-N-Harmony, Wu-Tang Clan, J Dilla, Madlib und Jay-Z. Irgendwann begann er selbst mit einem Kumpel während der Schulzeit kleine Freestyles auf einem tragbaren Kassettenrekorder aufzunehmen.

Es folgte eine schwierige Teenager-Zeit, in der Spit bereits mit 15 viel Alkohol trank, Gras und Zigaretten rauchte, Schmerzmittel von seiner Großmutter stahl und fast gar nicht mehr zur Schule ging. Bis seine Eltern irgendwann davon Wind bekamen und ihn zu seinen strengen, philippinischen Großeltern nach Los Angeles schickten. Zwischen seinem 15. und 21. Lebensjahr besuchte Alexander Spit Treffen der Anonymen Alkoholiker und lebte, abgesehen von Zigaretten und Kaffee, vollkommen nüchtern.

Während dieser Zeit ging er fast jeden Abend zu Freestyle-Battles und Untergrund Rap-Shows. Dort lernte er zwei andere Rapper kennen, mit denen er eine Crew mit dem wunderbaren Namen “The Instant Messengers” gründete und somit auch erstmals Musik veröffentlichte. “The Instant Messengers” nahmen sogar ein Independant-Album zusammen auf, was allerdings keinerlei nennenswerte Erfolge erzielte, was schließlich für die Trennung der Gruppe sorgte.

Daraufhin entschloss sich Alexander Spit als Solo-Künstler weiterzumachen. Er nahm jede Gelegenheit war, um Live-Shows zu bekommen, egal ob er vor 20 Leuten in einem Coffee-Shop oder auf College-Partys vor 200 Leuten performte. Irgendwann hatte er in San Francisco genug Hype erlangt, dass jeder Veranstalter eines großen Rap-Konzertes mit bekannten Rap-Acts wusste, dass Alexander Spit der Richtige ist, um als Opener die Crowd aufzuwärmen. Währenddessen arbeitete Alexander Spit in einer Filiale der Streetwear-Marke “The Hundreds“, dessen Besitzer seine Musik feierten und schließlich in 2009 und 2010 seine ersten beiden Street-Alben “Open 24 Hours” und “Until Next Summer” veröffentlichten. “The Hundreds” ermöglichten ihm dann auch ein Video zu dem Track “Beat For The Street” zu drehen.

In 2011 wollte Alexander Spit seine Musik endlich ohne die Hilfe von Außen veröffentlichen. Er verbrachte fast ein halbes Jahr damit in seinem Zimmer ein Album zusammenzubasteln und nahm unterdessen wieder mehr Drogen und trank wieder mehr Alkohol. Er war kurz davor, aus Selbstzweifel, seine Karriere als Rapper an den Nagel zu hängen, entschied sich aber dagegen und veröffentlichte sein drittes Album “These Long Strange Nights“. Das Album erlangte bessere Resonanzen als beide Alben zuvor und ließ Alexander Spits Twitter- und Facebook-Anhängerschaften steigen. Außerdem konnte man auf “These Long Strange Nights” hören, dass die bewusstseinserweiternden Substanzen, die während dem Aufnahmeprozess konsumiert wurden, sich positiv auf Alexander Spits Musik auswirkten. Seine Beats klangen nun satter und sein Style wirkte etwas relaxter.

Danach veröffentlichte er erst einmal ein Beat-Tape mit dem Titel “Mansions“, auf dem er seine Skills als Bedroom-Producer unter Beweis stellte. Das Tape generierte einen nicht zu verachtenden Hype im Netz und landete bei vielen einschlägigen Websites auf ihren Jahresbestenlisten. Alexander Spit bekam also langsam aber sicher die Aufmerksamkeit als Künstler, für die er so lange gearbeitet hatte.

Im Januar 2013 erschien dann eine neue EP namens “A Breathtaking Trip To That Otherside” (Album-Stream), wobei diese EP eher wie sein offizielles Debut-Album gehandhabt wurde, da Alexander Spit erst durch sein Beat-Tape auf der breiteren Bildfläche der Rap-Szene aufgetaucht war. Auf “A Breathtaking Trip To That Otherside” hört man definitiv, dass sich Alexander Spits langer Weg der künstlerischen Selbstfindung gelohnt hat. Frische und experimentelle Beats treffen hier auf ausgeklügelte LA-Drogenstories. Außerdem konnte er für seine EP Personen wie Action Bronson, Mr. Muthafuckin eXquire, E-40 und The Alchemist für Features gewinnen.

Doch Alexander Spit bleibt am Ball und liefert nun auch den zweiten Teil seines Beat-Tapes “Mansions” ab. “Mansions 2” soll heute noch hier zum kostenlosen Download bereitgestellt werden. Vorab kann man sich das neue Tape schon mal in einem tollen Video-Stream in Anime-Optik zu Gemüte führen.

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