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Rack City” war einer der größten Hits, die der junge Tyga bisher erzielen konnte und verschaffte dem YMCMB-Artist einen unwahrscheinlichen Hype. Doch was dabei noch eingängiger war als Tygas Lyrics über Stripperinnen, war das monotone Instrumental, das diese untermalte. Der Beat stammte von einem Produzenten, dessen Name zur Zeit der Veröffentlichung noch relativ unbekannt war und auch zwei Jahre nach “Rack City” noch im Schatten eines Mike Wills oder Young Chops steht. Doch spätestens seit “I’m Different” von 2 Chainz, sollte der Name DJ Mustard inzwischen einem größeren Hörerkreis bekannt sein.

Der 22-jährige Los Angelino, dessen Vorname übrigens tatsächlich Dijon lautet, ist bereits seit vielen Jahren als DJ aktiv und produziert seit knapp drei Jahren auch Beats. In dieser verhältnismäßig kurzen Zeitspanne hat er es geschafft, seinen minimalistischen Soundentwurf zu einem der gefragtesten des Landes zu machen, denn mittlerweile weist sein Portfolio weit mehr als nur die beiden genannten Hits aus. Vor allem im letzten Jahr und auch aktuell produziert DJ Mustard die simplen und trotzdem eingängigen Instrumentals für French Montana, Meek Mill, Young Jeezy und viele Andere.

Ein Künstler mit dem DJ Mustard allerdings mehr verbindet als ein reines Arbeitsverhältnis ist der aus Compton stammende Rapper YG. DJ Mustard und YG sind schon lange befreundet und haben sich mit ihrer kontinuierlichen Kollaborationen praktisch gegenseitig zur Berühmtheit gebracht. Zusammen haben sie in vielerlei Hinsicht das Movement des “Ratchet-Raps” gestartet. DJ Mustard lieferte dafür mit seinen sich wiederholenden Synthie-Melodien, knallenden Claps und pumpenden 808 Kicks den oft kargen aber dennoch authentischen und eingängigen Sound ab, den jedes bisherige YG-Mixtape dominierte. Vor allem YGs letztes Tape “4Hunnid” und das jüngste “Just Re’d Up 2” konnten größere Aufmerksamkeit auf das Duo lenken und die “Ratchet Music” weiter in das Blickfeld der 〓ffentlichkeit rücken.

YG seinerseis ist vielleicht nicht der beste Lyriker und facettenreiche Inhalte kann er auch nicht gerade vorweisen, doch zugegebenermaßen laden die DJ Mustard Instrumentals auch eher zum Feiern und Ausrasten ein, als dass tiefgründige Thug-Storys darüber passen würden. Wie es für MCs aus Compton Gang und Gäbe ist, war er lange Zeit gleichzeitig Gangmitglied und Rapper, entschied sich dann aber vor ein paar Jahren seine Gang-Karriere hinter sich zu lassen und sich auf die Musik zu konzentrieren.

Seitdem schaffte er es beispielweise letztes Jahr auf das XXL Freshmen Cover, konnte allerdings bisher noch nicht so viel Hype generieren und sein volles Potenzial zeigen, wie andere Künstler, die auf dem Titelbild abgebildet waren. Trotzdem ist YG bei Def Jam Records unter Vertrag und stellt dort das erste Signing eines Westcoast-Künstlers dar, seitdem man dort Warren G in 1994 unter Vertrag nahm. Mit den populären Instrumentals von DJ Mustard sollte eine Vergrößerung von YGs Bekanntheitsgrad allerdings auch nicht mehr all zu lange auf sich warten lassen.

Tyga feat. Rick RossDope (prod. by DJ Mustard)

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