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Letztes Jahr überraschte Snoop Dogg seine Fans und die allgemeine 〓ffentlichkeit, als er bekannt gab seinen Namen zu Snoop Lion zu ändern und von nun an auch Reggae-Musik zu machen. Snoop hatte auf einer Reise nach Jamaika offenbar seine neue Berufung gefunden, als er einige Tage in einem Rastafari-Dorf verbrachte, wonach er proklamierte “wiedergeboren” zu sein. Seine spirituellen Träume und Fantasien seien Snoop Dogg gegönnt, doch das Ganze wirkte in der Ausübung tatsächlich eher wie ein großer PR-Stunt. Natürlich kam danach von Snoop Dogg nicht nur neue Musik mit Einflüssen von Reggae und Dancehall, sondern ein Dokumentarfilm und ein Buch sollten ebenfalls in der Mache befinden.

Nun meldete sich Reggae-Legende Bunny Wailer zu Wort und gab zu Protokoll, dass er überhaupt nichts von Snoop Doggs vermeintlichen Wechsel zum Rastafari-Glauben halte und seinen entsprechenden Dokumentarfilm ebenfalls nicht für gut heißen könne, obwohl er selbst eine Auftritt in dem Film hat und auch auf dem Snoop Lion Album “Reincarnated” zu hören sein wird. Das Mitglied der Legendären Reggae-Formation Bob Marley & The Wailers und Anhänger der Rastafari-Religion warf Snoop Lion vor seine Kultur aus kommerziellem Interesse auszubeuten. Nachdem Bunny Wailer die Dokumentation “Reincarnated” gesehen hatte, stellte er Snoop Doggs Motive in Frage und machte klar:

“Snoop has failed to meet the contractual, moral and verbal commitments of the Rastafarian religion.”

In einem Interview vor nicht all zu langer Zeit sprach Snoop hingegen in den höchsten Tönen von Bunny und nannte ihn seinen “Big Brother”.

Bunny Wailer ist allerdings nicht die einzige Rasta-Instanz die der Dokumentarfilm auf den Plan rief, um Snoop Lion an den Pranger zu stellen. Die Ethio-Africa Diaspora Union Millennium Council, zuständig für die Verbreitung und Erhaltung des Rastafari-Glaubens, echauffierte sich ebenfalls über Snoop Lions “Wiedergeburt” und über die Benutzung des Namens Snoop Lion. Sie veröffentlichten sogar ein sieben seitiges Statement, in dem sie Snoop Dogg dazu auffordern den Namen “Snoop Lion” nicht mehr zu benutzen, sich öffentlich zu entschuldigen und finanzielle Unterstützung an die Organisation zu zahlen. Sollte dies nicht passieren, drohen sie in ihrem Statement, werden sie Snoop Dogg verklagen.

“Smoking weed and loving Bob Marley and Reggae music is not what defines the Rastafari Indigenous Culture!”

Es scheint jedoch so, als ob nicht alle Rastas Groll gegen Snoop Dogg hegen. Heute äußerte sich einer von Bob Marleys Söhnen Rohan Marley zu den Anschuldigungen gegen Snoop. Dieser ist sich sicher, dass sein Vater Snoop Lion großartig gefunden hätte und seine Wiedergeburt gefeiert und unterstützt hätte. Rohan Marley meint, dass Bunny Wailer und die Ethio-Africa Diaspora Union Millennium Council Snoops Wandlung schlicht und einfach falsch verstehen und ließ außerdem verlauten, dass der Name seines Vaters generell in keiner Weise Gegenstand einer solchen Diskussion sein sollte. Offensichtlich steht wenigstens ein Mitglied des Marley-Clans hinter Snoop Lion. Es bleibt also interessant zu sehen, was letztendlich aus der Geschichte resultiert.

“Why condemn a man for his love of Rastafari and Bob Marley? We have been cool with Snoop before his transformation and he will continue to have our blessings and support.”

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