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Mike Will ist zur Zeit mit Sicherheit einer der wichtigsten Produzenten, wenn es um Trap Banger mit Hitgarantie geht.
Den meisten aufmerksamen Verfolgern des Games wird sein Tag “Mike Will Made It” zum ersten Mal auf Meek Mills “Tupac Back
aufgefallen sein. Der Track wurde zu einer der größten Straßenhymnen im Sommer 2011 und so ziemlich jeder Rapper mit Rang und Namen
verewigte sich mit einem Freestyle auf Mike Wills Intrumental. Außerdem wurde der Beat mit zahlreichen Tributen an andere verstorbene
Raplegenden bespickt, so dass es bald “Big Pun Back” von Joell Ortiz und sowohl ein “Biggie Back” von Uncle Murda und Maino zu hören gab. Der Track verstärkte
nicht nur den Hype um den frisch von Rick Ross unter Vertrag genommenen Meek Mill, sondern lenkte auch die Aufmerksamkeit vieler MCs auf
Mike Will Made Its Künste als Produzent.

Der 23-jährige veröffentlichte dann am Ende des Jahres 2011 sein erstes Mixtape “Est. in 1989 (Last Of A Dying Breed)“,
auf dem seine bis dahin prägnantesten Zusammenarbeiten mit diversen Künstlern zu hören sind. Nun erschien vor kurzem die Fortsetzung
zum ersten Mixtape “Est. in 1989 Pt. 2 (Leaders Of The Newschool)“, worauf Mike Will die Liste seiner Kollaborationen weiter vergrößerte und
somit jetzt Namen wie Kanye West, Juicy J, Schoolboy Q, T.I., 50 Cent und Lil Wayne zu seinen Klienten zählen kann. Selbst eine Zusammenarbeit mit
Justin Bieber soll schon statt gefunden haben, Dr. Dre war mit Mike im Studio und ein Projekt mit Future in voller Länge soll in Planung sein.

Jedoch ist Mike Will Made It nicht erst gestern auf der Bildfäche des Rapgeschäfts erschienen. Seine ersten Gehversuche konnte
er bereits 2007, im Alter von 17 Jahren, auf Gucci Manes Mixtape “No Pad No Pencil” platzieren. Gucci Mane verließ sich auch bei seinen
folgenden Mixtapes auf eine oder zwei Kompositionen vom aufstrebenden Mike Will aus Atlanta und wenn man ein Gucci Mane Mixtape mal
von Anfang bis Ende durchgehört hat, waren Mike Wills Produktionen immer die herausstehendsten und interessantesten. Mike Will Made It
kann sich also neben den führenden Produzenten des neuen Trap-Sounds Lex Luger, Jahlil Beats, Drumma Boy und Southside einreihen.

Gucci Mane ist wohl auch derjenige, der Mike Will das “Made It” als Namensanhängsel verpasst hat, welches natürlich impliziert das
Mike Will den Beat gebastelt hat, aber auch, dass er es als 23-jähriger geschafft hat, in der Musikindustrie Fuß zu fassen.

“Mike Will Madde It, Gucci Mane slayed it / star status nigga everybody upgraded”

Es wird den oben schon erwähnten Produzenten, die fast ausschließlich mit der gängigen Software arbeiten und nicht etwa nach Samples suchen
und diese dann in der MPC verarbeiten, oft nachgesagt, sie würden einen ähnlichen Sound vorweisen oder versuchen Lex Lugers Beats a la “B.M.F.” zu
kopieren. Jedoch hat jeder einen individuellen Stil, auch wenn die Machart der Beats so ziemlich die Gleiche ist. Mike Will Made It benutzt
als sein Markenzeichen oft Flanger-Effekte, die seine ohnehin schon diabolischen Orchestermelodien noch bedrohlicher klingen lassen. Dazu serviert er
heftige Sub-Bässe und sich überschlagende Snares. Eine große Qualität von Mike Will ist hinzukommend auch, seine Fähigkeit Diversität in seine
Produktionen zu bringen. Mal bringt er ein aggressiven, schnellen Sound für einen ebenso schnellen Meek Mill und dann wieder eine zurückgelehnte
und Codeine geschwängerte Strip Club Hymne für Juicy J. So geschehen auf Juicy Js Mixtape “Blue Dream and Lean“, welches dieses Jahr veröffentlicht
wurde.

Mike Will Made It liefert auf weniger bekannten Mixtapes genau so souverän Beats ab, wie für große Albumproduktionen und landet damit seit letztem Jahr
immer häufiger in den Billboard Carts. Mit 2 Chainz arbeitete Mike Will beispielsweise schon vor dessen Namensänderung und fast so lange wie mit Gucci Mane.
So konnte er auf 2 Chainz lang erwarteten Album “Based On A T.R.U. Story“, welches am 14. August veröffentlicht wurde und nun Platz 1 der Billboard Charts beansprucht, gleich zwei Beats platzieren.
Darunter die Hitsingle des Albums “No Lie” mit Gastauftritt von niemandem Geringeren als der Hook-Maschine himself, Drake.

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