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Dafür das Azealia Banks erst vor weniger als einem Jahr mit ihrem Internet-Smash “212” auf der Bildfläche erschienen ist und seitdem mit einem Mixtape und einer EP erst verhältnismäßig geringen musikalischen Output vorzuweisen hat, hat die selbsternannte Harlem Bitch bereits für einiges an Furore im amerikanischen Rapgeschäft sorgen können.

Auftritte beim Coachella Festival und bei Parties von Karl Lagerfeld, ein Deal mit Universal sowie Vertragsschluss und -auflösung mit Lady Gagas-Manager Troy Carter binnen weniger Wochen, brachten der jungen Rapperin vor allem Schlagzeilen in den genreübergeifenden Musikgazetten a la Pitchfork und Rolling Stone ein. Was letztlich dafür sorgte, dass auch die klassischen Rapmedien ihre Aufmerksamkeit auf die mit housigen und elektroiden Sounds experimentierenden Rapperin richteten, waren nicht zuletzt die zahlreichen Wortgefechte (lies Tweefs), die sich die 21-jährige seit Beginn ihrer Karriere mit namenhaften Genregrößen lieferte.

Angefangen bei den Newcomern Iggy Azalea und Kreayshawn (mit der sie sich inzwischen wieder versöhnte), über Rap-Ikonen wie Lil Kim und T.I., bis hin zur amtierenden Königin des Raps mit zwei X-Chromosomen, Nicki Minaj – niemand war bisher vor den spitzen Twitter-Kommentaren von Yung Rapunxel sicher.

Nun erwischte es niemand Geringeren als den Capo Jim Jones persönlich. Es begann wiederum alles harmlos genug, mit einer simplen Meinungsverschiedenheit zwischen Banks und Jones über die ursprüngliche Bedeutung des Wortes “Vamp” und entwickelte sich zügig dahin, dass Jones die Rapperin eine “Slore” (Slut + Whore) nannte und Banks öffentlich Capos Sexualität in Frage stellte.

Damit schien sich die Sache erst einmal erledigt zu haben, doch was diesen Tweef von den vorangegangenen unterscheidet, ist, dass sich Banks nun fast eine Woche nach dem Vorfall entschloss, einen Diss-Track gegen Jones zu veröffentlichen. Und darauf geht sie nicht gerade zimperlich mit dem flamboyanten Dip Set-Hauptmann um. Auf “Succubi” rappt sie:

?This nigga?s a girl, you want diamonds and pearls, designer clothes, attention, and stares / You?re a man though, why would you care,?

Und weiter:

?Tru Life stole all ya chains / Max B wrote all ya flames / Montana rode all ya waves / Killa called you a lame?

Sowie:

?It takes a Harlem bitch to execute a Harlem bitch/ You pop shit, I pop shit, no problem bitch.?

Das Kollege Jim Jones beizeiten ein durchaus streitbarer Hitzkopf sein kann, bedarf an dieser Stelle wohl keiner weiteren Erläuterung. Aber dass eine 21 Jahre alte Newcomerin aus dem eigenen Bezirk über eine Nichtigkeit anfängt gegen einen Quasi-Heiligen Harlems zu schießen (und ihn dabei u.a. einen bloßen ?local fucker? schimpft), ist schon erstaunlich.

Eine mögliche Erklärung, warum es gerade diese Angelegenheit war, die den Weg vom sozialen Netzwerk zu Soundcloud fand, könnte sein, dass Azealia Banks am kommenden Dienstag ein neues Video zum Track “Van Vogue” veröffentlichen wird, für das bereits seit Freitag fleißig Teaser rausgehauen werden:

Der Beat zu “Succubi” stammt übrigens pikanterweise von dem den Diplomats nahestehenden Jungproduzenten araabMUZIK. Ob dieser allerdings im Vorfeld wusste, was mit seinem Beat geschehen würde, als er ihn an Azealia Banks schickte, ist mehr als fraglich.

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