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Torch wird 4029.09.2011
Wenngleich Torch im gegenwärtigen musikalischen Kosmos des Deutschraps aufgrund des vor Jahren beschlossenen Rückzugs aus diesen Gefilden nicht existent ist, hat der Name als Referenz für einen bestimmten Pfad in der Geschichte von deutschem Hip Hop bis heute bestand. Anders gesagt: Höchstwahrscheinlich ist Jedem, der sich etwas intensiver mit deutschem Rap beschäftigt, der Name Torch mal positiv, mal negativ erwähnt, schon über den Weg gelaufen. Wie wir vor einiger Zeit berichtet haben, veröffentlicht der Heidelberger, der mit bürgerlichem Namen Frederik Hahn heißt, an seinem heutigen 40. Geburtstag sein bisher einziges Soloalbum „Blauer Samt“ neu. Dieser Anlass bietet die Gelegenheit einer kurzen Reflektion seines Beitrags zur deutschen Hip Hop Kultur, beginnend in einer Zeit, die man vielleicht am Treffendsten mit dem Begriff "Alte Schule" bezeichnet. Denn Torch wurde Anfang der 80er-Jahre Teil einer Kultur, die zu dem Zeitpunkt in Deutschland praktisch noch nicht existent war. So wurde er bereits 1985 im zarten Alter von 14 von Afrika Bambaata, Zulu Nation - Gründer und einer der ideologischen Gründungsväter der Hip Hop Kultur, in den Kreis der Zulu Nation - Mitglieder aufgenommen. Sein Auftritt in Torch´s "Gewalt oder Sex" - Video ist unvergessen geblieben: Torch feat. Afrika Bambaataa - Gewalt oder Sex (2000) Zwei Jahre später kam es zu der Gründung der Gruppe Advanced Chemistry mit seinen Kollegen Toni L, Linguist, Gee-One und DJ Mike MD. Ihre Single "Fremd im eigenen Land", gespickt mit dem Spiegel TV-Sample, kann als einer der Meilensteine hin zu authentischem Rap in deutscher Sprache, der sich mit sozialen Missständen auseinandersetzt, betrachtet werden: Advanced Chemistry - Fremd im eigenen Land (1992) Infolge der Gründung des Plattenlabels 360 Grad Records, wurde dann im Jahre 2000 „Blauer Samt“ über jenes releast. Die dazugehörige Singleauskopplung "Wir waren mal Stars / Die Welt brennt" darf in keinem vernünftigen "Deutschrap-Archiv" fehlen: (Besonders Toni L´s Auftritt in der Limo ist als Highlight zu betrachten) Torch & Toni L - Wir waren mal Stars (2001) Eine Feier anlässlich seines Geburtstages findet heute in Heidelberg statt. Weitere Infos dazu gibt es hier. Labels: 360 Grad Records All Time Classic - User reviewen ihre Lieblingsalben: Bambule
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10 Kommentare
von elfroeblos, am 29.09.2011
^^ aber diesen anfang hätte es auch Azad und KKS nie gegeben. Feier die auch mehr aber damals war es halt der Shit. Hör dir mal die ersten Amy-raps an da lachst du dich schlapp rap damals war keines wegs whack, nur die technik kommt halt mit der zeit^^ da find ich so sachen wie fanta 4, fettes brot und wie sie alle heißen schlimmer, weil sie friede-freude-eierkuchen-pop-kram als deutschen rap verkaufen!!! nich falsch verstehen: soll nicht heißen nur straßen/gangster-rap ist echter rap aber so ne langweilige mucke muss ich mir nicht geben
von elfroeblos, am 29.09.2011
hey KoI darüber habe ich noch garnicht nachgedacht, denn fanta 4 und fettes brot machen für mich garkeinen rap sonern schwulepussymusik für untermenschliche hurensöhne :D
von Choppa, am 29.09.2011
Ich hoffe die Kommentare über mir sind nicht auf Torch bezogen, weil er lyrisch mehr hergegeben hat, als irgendwelche Rapper heutzutage. Ich höre auch sehr viel aktuellen Rap, aber Blauer Samt läuft z.B. ziemlich häufig. Es ist auch vom Sound und der Technik meiner Meinung nach perfekt umgesetzt. Naja Geschmackssache, aber für mich ist er einfach nur krass!
von RAGtime, am 30.09.2011
Trotz der Tatsache, dass Torch mit "Blauer Samt" eines der, auch genreübergreifend, besten deutschsprachigen Alben abgeliefert hat, halte ich ihn und seinen Umgang mit der eigenen Person, für absolut unangebracht. Sich als König zu präsentieren, ein solches Mixery-Raw-Deluxe-Interview(!) zu geben und nochmal richtig Kohle machen zu wollen mit einem Re-Release,
von RAGtime, am 30.09.2011
dass nichts, und auch wirklich garnichts Neues abgesehen von eben genannten Foto als König Oo enthält ist einfach schwach und zeugt von einem überzogenen Selbstbewusstsein. Mal ganz abgesehen davon, dass dieses Foto in 4x3-Meter-Format und ohne weitere Informationen überall in Heidelberg hängt.. Bin schwer enttäuscht! Kommentar schreiben
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